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Spende : Erlös aus Hoffest für krebskranke Kinder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

PG „Am Schmooksberg“ feierte sanierte und erweiterte Milchviehanlage in Plaaz

von
erstellt am 07.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Bei der Produktivgenossenschaft (PG) „Am Schmooksberg“ in Diekhof muss gerade jeder Cent dreimal umgedreht werden. Dennoch denken die Diekhofer Landwirte nicht nur an sich, sondern auch an andere. In den nächsten Tagen wollen Hans-Jürgen Schlack, Vorstandsvorsitzender, und seine Stellvertreterin Marianne Hoffmann in die Uni-Klinik nach Rostock fahren und der dortigen Kinderkrebsstation eine Spende von 1000 Euro überbringen. Zusammen kam das Geld bei einem Hoffest, das jüngst auf dem Gelände der Milchviehanlage in Plaaz gefeiert wurden.

Immer wieder höre man von dieser heimtückischen Krankheit. Niemand sei davor gefeit. Wenn Kinder gegen eine Krebserkrankung kämpfen müssen, sei das besonders traurig. Niemanden lasse ein solches Schicksal unberührt, erklärt Schlack. Beim Hoffest, das man vor dem Hintergrund einer sanierten und erweiterten Milchviehanlage feierte, gab es allerlei leckere Angebote für die Gäste. Für den mecklenburgischen Plattenkuchen in mehreren Varianten und anderes habe mancher Gast gern etwas mehr gegeben, erzählt der Vorstandsvorsitzende der PG. Schlack spricht von rund 300 Besuchern, neben Partnern und Landverpächtern, waren viele Plaazer und Diekhofer gekommen, die einfach neugierig waren. Anlagenleiter Ingolf Bohn führte den ganzen Tag lang Gruppen durch die erneuerte Anlage.


Anlage bis auf 450 Milchkühe aufstocken


Investiert hat die PG „Am Schmooksberg“ rund 2,1 Millionen Euro. Neben der Installation neuer Melktechnik geht es darum, die Haltungsbedingungen für die Milchkühe und ihren Nachwuchs zu verbessern. Und es wurde angebaut. Derzeit, so berichtet Schlack, werden im Plaaz 280 Kühe gemolken. Schon im nächsten Frühjahr sollen es 380 und später 450 Tiere sein. Damit reagiert das Landwirtschaftsunternehmen auf den Wegfall der Milchquote. Masse und Klasse werde künftig notwendig sein, um als Milchbauer überleben zu können, denkt Schlack. Dabei stehen dem Landwirt derzeit eher die Sorgenfalten auf der Stirn. Nach guter Ernte hadert Schlack mit den daraus zu erzielenden Erlösen. Aber nicht nur die Preise für Getreide und Raps seien im Keller, auch der Milchpreis befänden sich im Sinkflug. Zuletzt habe es 34 Cent pro Kilogramm Milch gegeben. „Im April waren es noch über 40 Cent“, berichtet der Landwirt und macht die Sanktionspolitik im Ukraine-Konflikt zwischen Russland und der EU dafür verantwortlich. Die Diekhofer liefern Milch an die Wismarer Molkerei Rückert. Die exportierte bis vor Kurzem Käse und weitere Milchprodukte auch nach Russland.

Positiv stimmt den Landwirt dagegen die Maisernte. Mit über 400 Dezitonnen je Hektar sei sie hervorragend. Man werde mehr ernten als man selbst benötigt, schätzt Schlack ein. Auf rund 120 Hektar wächst bei der PG „Am Schmooksberg“ Mais für die Versorgung der Rindviehcher. Zur Not habe man den Nawaro-Energiepark vor der Tür. Dort wird Mais zu Biogas.

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