Amt Güstrow-Land : Erfolgsgeschichte seit 25 Jahren

Stehen an der Spitze des Amtes Güstrow-Land: die Leitende Verwaltungsbeamtin Sabine Schwarz und Amtsvorsteher Hans-Uwe Tessenow.
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Stehen an der Spitze des Amtes Güstrow-Land: die Leitende Verwaltungsbeamtin Sabine Schwarz und Amtsvorsteher Hans-Uwe Tessenow.

Amt Güstrow-Land besteht seit einem Vierteljahrhundert / Verwaltung und Gemeinden meistern Geschicke Hand in Hand

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01. April 2017, 05:00 Uhr

Die Einladungen sind schon raus. „Es wird nur eine kleine Feier. Wir sind ja auch nur ein kleines Amt“, sagt Sabine Schwarz über das bevorstehende 25-jährige Jubiläum des Amtes Güstrow-Land bescheiden. Dabei ist der Verantwortungsbereich der Leitenden Verwaltungsbeamtin nun wirklich nicht „klein“. Von den 13 Ämtern im Landkreis Rostock ist das Amt Güstrow-Land immerhin das viertgrößte. 14 Gemeinden sind hier zusammengeschlossen – von der kleinsten Klein Upahl mit 270 Einwohnern bis zur größten Gülzow-Prüzen mit 1600 Einwohnern. Insgesamt leben im Amtsgebiet, das vom Urstromtal der Recknitz im Nordosten bis zur Mecklenburgischen Seenplatte im Süden reicht, 9700 Menschen. Seit mittlerweile 25 Jahren werden die Geschäfte dieser 14 Gemeinden im Verwaltungssitz des Amtes in Güstrow erledigt.


Eigenständigkeit der Gemeinden bewahrt


Am 27. März 1992 wurde die Amtsordnung für das Land Mecklenburg-Vorpommern verkündet, am 30. März 1992 die Landesverordnung zur Bildung von Ämtern und zur Bestimmung der amtsfreien Gemeinden. Damit schuf das Land die Grundlagen für die heutige gemeindliche Verwaltungsstruktur. Am 1. Mai 1992 öffnete das Amt Güstrow-Land seine Pforten – eine Verwaltungsgemeinschaft, die den Gemeinden ihre Eigenständigkeit beließ. „Die Gemeinden haben ihre Verwaltung an das Amt abgegeben“, sagt Sabine Schwarz, die seit Gründung des Amtes dabei und seit 2013 auch Leitende Verwaltungsbeamtin ist. Gestartet als „Schreibstube der kleinen Gemeinden“ sei das Amt mittlerweile auch Dienstleister und Berater der Gemeinden, sagt Schwarz.

Während sie dafür verantwortlich ist , dass die Verwaltung funktioniert, ist Hans-Uwe Tessenow als Amtsvorsteher der Dienstvorgesetzte der 24 Mitarbeiter des Amtes – und auch von Sabine Schwarz. Tessenow ist zugleich Bürgermeister von Klein Upahl. Seine Funktion ist ehrenamtlich. „Als Ehrenamtler gebe ich natürlich gewisse Funktionen an Frau Schwarz ab. Ich bin mehr der Repräsentant des Amtes“, sagt er. Von der Sinnhaftigkeit der Ämterstruktur ist er voll überzeugt. „Die Gemeinden wären alleine gar nicht in der Lage, alle ihre Aufgaben zu erfüllen“, erklärt Tessenow. „Jede Gemeinde müsste hauptamtliche Beschäftigte einstellen, insgesamt viel mehr als es Mitarbeiter im Amt gibt. Das wäre nicht wirtschaftlich“, unterstreicht er.


Verwaltung setzt Wünsche um


Das Amt regelt die Meldestelle, das Wohngeld, die Gewerbe- und Ordnungsangelegenheiten der Gemeinden. „Das ist unsere ureigenste Aufgabe“, sagt Sabine Schwarz. Hinzu kommen die Verwaltung der Schulen und Kitas sowie die Vorbereitungen der Gemeindevertretersitzungen. „Was die Gemeindevertretungen möchten, setzen wir als Amt um“, erklärt die Leitende Verwaltungsbeamtin.

Schwarz und Tessenow sehen die Ämter als eine 25-jährige Erfolgsgeschichte. „Die Gemeinden haben so ihre Selbstständigkeit behalten“, unterstreicht Sabine Schwarz. Doch die Zukunft der Ämter sei offen. So plant das Land Brandenburg im Rahmen einer Gemeindereform die Ämter abzuschaffen. „Die Zukunft der Ämter hängt von der weiteren Gesetzgebung ab“, sagt Sabine Schwarz. Auch von dem 2016 verabschiedeten Gemeinde-Leitbildgesetz in MV, wonach Gemeinden fusionieren sollen. „Aber wir müssen bei uns nicht bange sein. Wir haben einwohnermäßig keine Probleme“, sagt sie. Und Amtsvorsteher Tessenow ergänzt: „So wie wir jetzt aufgestellt sind haben wir eine Zukunft. Das hat unser Amt in 25 Jahren bewiesen.“


DVD über das Amt zum Jubiläum


Gefeiert wird mit einem offiziellen Empfang im Amtsgebäude in der Güstrower Haselstraße am 5. Mai. Abends geht es dann intern für Mitarbeiter und Bürgermeister mit Buffet und Tanz in Lohmen weiter. Unterdessen bereitet Wilfried Zander, Bürgermeister von Lüssow, schon eine DVD zum 25. Jubiläum vor. „Ich mache einen Rückblick in Bildern, stelle alle Dörfer und Bürgermeister vor – von den Anfängen bis heute“, sagt er.

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