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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 15:54 Uhr

Jugendcamp : Erfolgreich im Angelcamp

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kinder holten Fische aus dem Hohen Sprenzer See / Erlebnis in der Natur und Pflege von Freundschaften

Ein Camp von Nachwuchsanglern zwischen neun und 15 Jahren beherrschte am letzten August-Wochenende den Fischerhof in Hohen Sprenz. Eltern brachten sie aus Bad Doberan, Rostock und Umgebung zu den Zelten. Kaum hatte sich der Morgendunst über dem lauschigen See aufgelöst, sprangen kleine Gruppen in Ruderboote und stießen zur Angeltour vom Ufer ab. Andere zogen den kräftigen Steg mit Ausladung weit ins Gewässer vor und versuchten hier ihr Anglerglück.

Jule Phillip aus dem Ostseebad Nienhagen ist einziges Mädchen in der Schar von 21 Jungen. Mit Bruder und Freund vertauschte sie Meeresrauschen mit der leise plätschernden Welle zwischen Schilfgürteln und alten Bäumen. „Ich mag diese Ruhe auf den Seen, aber auch das abenteuerliche Leben in den Camps des Landesanglerverbandes“, erzählt sie. Das Fischen mit Rute, feinem Zwirn, Pose oder Blinker habe sie von ihren Eltern und Großeltern mitbekommen. Sagt es, und stippt ihr Gerät über die Bordkante ins Reich der Fische.

Das Vergnügen der jungen Leute im Camp wurde begleitet von 19 freiwilligen Helfern und einer praktischen Zeltküche. Ein beachtliches Biwak, errichtet mit Fischermeister Werner Lochs Hilfe.
Indessen erbeutet auf dem Steg Torben Wendt schon einen ersten Barsch und hält ihn hoch in der Hand. „Nun bin ich richtiger Angler“, sagt er stolz. Weiter zum Ufer hin gibt der Fischer eines seiner geräumigen Netzgehege mit Regenbogenforellen für die jungen Petrijünger frei und ruft schmunzelnd: „Nun haut rein, Jungs, was euer Zeug so hält. Zeigt, was ihr könnt! Bis zum Abend brauche ich 50 Stück für den Räucherofen oder frisch auf den Tisch.“ Wohl wissend, dass die flinken und gar nicht sehr bissfreudigen Fische Geschick und Geduld fordern. Ehrgeizig überlistet Julien Bernitt gleich zwei aus dem Schwarm, den Eifer der Mitangler befeuernd. Werner Loch ist zufrieden.

Silke Bauer, für die Kinder- und Jugendarbeit im Landesanglerverband (LAV) zuständig, freut sich über den Erfolg in ihrem Ehrenamt: „So holen wir junge Leute weg von öden Computerspielen und Smartphone-Freundschaften.“ Felix Mareika geht seinem Anglerfreund Julien flott zur Hand, hilft die kräftig zappelnde Forelle zu bändigen.

Ihre nächste Begegnung könnte schon beim LAV-Brandungsangeln am 8. November am Ostseesaum von Börgerende sein. „Unsere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche sind nicht nur für Verbandsmitglieder gedacht. Sie sind offen für alle, die sich im naturnahen Angel-Abenteuer partnerschaftlich begegnen wollen“, ermuntert Silke Bauer.




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