Nerzfarm : Erfolg für Tierschützer: Bushaltestelle „Nerzfarm“ in Klueß umbenannt

Protestaktion der Tierschützer von „Vier Pfoten“  vor der Nerzfarm in Güstrow-Klueß vor zwei Jahren.   Fotos: Archiv
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Protestaktion der Tierschützer von „Vier Pfoten“ vor der Nerzfarm in Güstrow-Klueß vor zwei Jahren. Fotos: Archiv

Erfolg für die Gegner der Nerzfarm in Güstrow-Klueß: Ab nächste Woche gibt es die Bushaltestelle „Nerzfarm“ nicht mehr. „rebus“ hat die Haltestelle nach Intervention des Deutschen Tierschutzbüro in „Klueß Ausbau“ umbenannt.

Erfolg für die Gegner der Nerzfarm in Güstrow-Klueß: Ab nächste Woche gibt es die Bushaltestelle „Nerzfarm“ nicht mehr. Die „rebus Regionalbus Rostock GmbH“ hat die Haltestelle nach Intervention des Deutschen Tierschutzbüro in „Klueß Ausbau“ umbenannt. Stefan Klippstein, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros, jubelt: „Das ist ein klares Zeichen für den Tierschutz. Mit dieser Umbenennung wird deutlich, dass die Ära der Pelztierzucht zu Ende ist. Das Quälen und Töten zehntausender Tiere für die Mode ist nicht mehr gesellschaftlich akzeptabel.“ In einer provokanten Aktion hatten die Tierschützer ursprünglich gefordert, die Haltstelle „Nerzfarm“ in „Nerzhölle“ umzubenennen (SVZ berichtete).

Schon damals hatte „rebus“ angekündigt, einen neutraleren Namen finden zu wollen. Dem kam das Unternehmen jetzt bei der turnusmäßigen Überarbeitung der Fahrpläne nach. Ab Montag soll die Haltestelle „Klueß Ausbau“ heißen.

Die Existenz von Nerzfarmen ist aus Sicht des Tierschutzbüros ein echter Skandal. Klippstein: „Vor rund sieben Jahren wurden verbesserte Vorschriften für die Haltung von Nerzen auf Pelzfarmen erlassen. Den Züchtern wurden für die Umsetzung eine jahrelange Übergangsfrist eingeräumt. Doch diese ließen viele einfach verstreichen und klagen nun gegen die Umsetzung des neuen Tierschutzrechts. Der Grund dafür ist reine Profitgier. Der Umbau würde viel Geld kosten. Solange die Gerichtsverfahren jedoch noch nicht abgeschlossen sind, können sie die Nerze weiter in kleinen Käfigen dahinvegetieren lassen und machen ein vielfaches an Gewinn.“

Für Jürgen Brokamp, Präsident des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter, ist die Aktion des Deutschen Tierschutzbüros reine „Propaganda“. Naturgemäß weist er die Vorwürfe der Tierschützer gegen die Nerzfarm in Klueß zurück. „Die Haltung der Nerze ist weder tierschutzwidrig, noch illegal. Sonst hätten die Behörden die Nerzfarm ja schon lange geschlossen. Allein dieses Jahr wurde die Güstrower Farm bereits dreimal vom Veterinäramt kontrolliert“, sagt der Pelztierzüchter im Namen des Nerzfarm-Betreibers, eines Unternehmers aus Holland.

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