Persönliches : Er sieht ein Vorbild in Martin Luther

Friedhelm Böhm fühlt sich vor dem Gemälde im Stadtvertretersaal des Güstrower Rathauses durchaus heimisch.
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Friedhelm Böhm fühlt sich vor dem Gemälde im Stadtvertretersaal des Güstrower Rathauses durchaus heimisch.

Der Güstrower Stadtvertreterpräsident Friedhelm Böhm will mehr von der Welt sehen. Südamerika steht ganz oben auf der Wunschzielliste.

svz.de von
27. Dezember 2013, 14:27 Uhr

Dr. Friedhelm Böhm ist in Plauen im Vogtland geboren. Der Präsident der Güstrower Stadtvertretung ist verheiratet, hat vier erwachsene Söhne und fünf Enkel. Mit 14 Jahren hatte er eine Lehre als Schlosser begonnen und bildete er sich zum Flugzeugschlosser in Dresden weiter. Später folgte ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Dresden, das er als Diplomlehrer für Geschichte abschloss. Auch promovierte er an der PH Dresden. Familiäre Gründe führten ihn 1994 in die Barlachstadt, wo er sich inzwischen heimisch fühlt. Seit 2004 ist er in der SPD-Stadtfraktion aktiv.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Böhm: Auf unserem Balkon in der Werderstraße.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Die Radwege in den Einbahnstraßen und Fußgängerzonen so gestalten, dass die Bürger sich sicher fühlen können.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Rathaus mehrmals in der Woche, auf Anmeldung auch zu Bürgersprechstunden und da, wo Bürger mit Problemen mich einladen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit selbst gebauten UKW-Antennen für den Westempfang in Plauen.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für mein erstes Fahrrad, ein Diamant-Fahrrad, damals leider noch ohne Gangschaltung, aber sehr solide und bergtauglich.
Was würden Sie gerne können?
Ich würde gern Fremdsprachen beherrschen, um mich weltweit besser informieren und orientieren zu können. Auf Reisen wäre es schön, mit den Einheimischen in ihrer Sprache kommunizieren zu können, um fremde Länder besser zu verstehen.
Was stört Sie an anderen?
Selbstüberschätzung und Überheblichkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Sicher beim Programm des Kabaretts „Die lieben Alten“ – sehr professionell, durchdacht und scharfzüngig.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Versucht einen Porsche zu überholen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Kein Held, aber ein Vorbild für mich ist Martin Luther, der auf dem Reichstag zu Worms formulierte: „ Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“
Welches Buch lesen Sie gerade?
Von Dieter Hildebrandt „Ich musste immer lachen“, eine Erzählung aus dem Leben dieses Zeugen des Jahrhunderts, dessen trockener Witz mir sehr gefallen hat, weil er nie unter die Gürtellinie ging.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
SoKo Wien, auch weil mein jüngster Sohn dort ein Semester studiert hat.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eher im Konzert oder Theater, zuletzt beim Weihnachtskonzert des Kreuzchores in Dresden in der Kreuzkirche.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Angela Merkel, weil sie sich als Naturwissenschaftlerin in der Politik durchgesetzt hat.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich mag die klassisch deutsche Küche mit Gulasch und Rouladen, gern Klöße nach vogtländischer Art. Und zu den Feiertagen gehört immer mein Kartoffelsalat, den ich auch bei „Güstrow kocht auf“ im August gern präsentiert habe.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Aus dem Weihnachtsoratorium „Jauchzet, frohlocket“ von Bach, auch weil ich es mit 14 als 2. Bass im Kirchenchor gesungen habe und daher weiß, welche Leistung die Sänger dafür erbringen müssen.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Von meinem Großvater habe ich zum 5. Geburtstag ein Holzflugzeug bekommen. Wenn man am 19. Dezember Geburtstag hat, ist es immer schwierig, weil die Geschenke oft für beide Anlässe gemacht werden. Daher erinnere ich mich besonders an dieses Flugzeug.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Weltanschauung wird auch davon geprägt, dass man sich die Welt anschaut. Südamerika steht da noch ganz oben auf meiner Wunschliste.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Seit zehn Jahren arbeite ich gern in der Stadtvertretung unserer Barlachstadt getreu dem Motto „Rentner haben niemals Zeit“, weil sie sich engagieren und aktiv sind, so zum Beispiel seit 2011 als Präsident der Stadtvertretung
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Dr. Erwin Neumann. Er ist mein Nachbar und hat als Germanist ein fundiertes Wissen, an dem er bis heute andere teilhaben lässt. Oft brennt bei ihm abends noch lange Licht, weil er stets auf der Suche nach Neuem ist.













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