„Enormer Nachholbedarf“ bei altersgerechten Wohnungen

30 620 Senioren-Haushalte im Landkreis Rostock / KfW-Zuschüsse für altersgerechtes Sanieren

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02. Dezember 2014, 05:00 Uhr

Mehr Wohnungen fit fürs Alter machen: Im Landkreis Rostock gibt es rund 30 620 Senioren-Haushalte. Das geht aus den neuesten Zensus-Zahlen hervor. Diese hat das Pestel-Institut in einer regionalen Untersuchung zum Senioren-Wohnen jetzt ausgewertet. Demnach lebt mittlerweile in 31 Prozent aller Haushalte im Landkreis Rostock mindestens ein Mensch, der 65 Jahre oder älter ist. Der Wohnungsmarkt ist darauf jedoch nicht vorbereitet: „Nur ein geringer Teil der insgesamt rund 107 300 Wohnungen im Landkreis Rostock ist überhaupt seniorengerecht“, sagt der Vorsitzende des Landesverbandes Nord vom Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Sönke Struck. Er spricht von einem „enormen Nachholbedarf“ beim altersgerechten Bauen und Sanieren.

Sowohl Haus- und Wohnungseigentümer als auch Mieter können hierfür jetzt neben zinsgünstigen Krediten auch Zuschüsse vom Bund bekommen. Die staatliche Förderbank KfW gibt bis zu 5000 Euro pro Wohneinheit dazu, wenn das gesamte Haus oder eine Wohnung vollständig barrierearm umgebaut wird. Auch wer eine altersgerecht sanierte Wohnung kauft, kann das Geld bekommen. Darauf weist das Verbändebündnis Wohnen hin.

In dem Bündnis haben sich vier Organisationen und Verbände der deutschen Bau- und Immobilien-Branche zusammengeschlossen. Dazu gehören neben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel, die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

Insgesamt stehen bis zum Jahresende bundesweit zehn Millionen Euro für das altersgerechte Bauen und Sanieren zur Verfügung. Das Bündnis Wohnen rät Haus- und Wohnungseigentümern im Landkreis Rostock, die seniorengerecht umbauen wollen, die Sanierung möglichst zügig zu planen und den Zuschuss rasch bei der KfW zu beantragen. Es sei davon auszugehen, dass die Gelder im Fördertopf für das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ auch in den kommenden Jahren schnell vergriffen sein werden.

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