Touristisches Projekt für Klimaschutz : „Energiestraße“ startet für Urlauber

Unter der Haube hat der „Ka“ statt des Verbrennungsmotors einen Elektroantrieb. Hotelier Olav Paarmann, Udo Onnen-Weber, Minister Christian Pegel und Raymond See (v.l.)  testen die Ladestation.
Unter der Haube hat der „Ka“ statt des Verbrennungsmotors einen Elektroantrieb. Hotelier Olav Paarmann, Udo Onnen-Weber, Minister Christian Pegel und Raymond See (v.l.) testen die Ladestation.

Wemag baut an Infrastruktur in MV für Elektrofahrzeuge

svz.de von
25. Juli 2014, 06:00 Uhr

Seit einem Jahr betreibt Olav Paarmann am Neuwieder Weg eine Elektroladestation für Autos. Gestern legte Christian Pegel mit einem Ford „E-Ka“ am Hotel am Schlosspark an. Der MV-Energieminister war der genau dritte Nutzer. Dabei bietet der Hotelier seinen Gästen den Autostrom, gespeist aus der hauseigenen Photovoltaikanlage, derzeit sogar kostenlos an. Das sollen in naher Zukunft deutlich mehr Autofahrer nutzen. Die Wemag will dafür mit einem weit verzweigten Stromtankstellen-Netz die Basis legen. Und mit Elektro-Autos. Dazu hat das kommunale Unternehmen 70 Prozent der Anteile der in Schwerin und Hamburg ansässigen Firma Karabag Elektroauto GmbH übernommen. Zum Portfolio gehört der Umbau benzinbetriebener Serienfahrzeuge zu Elektroautos – wie den Kleinwagen, mit dem der Minister einen Teil seiner Sommertour bewältigt. Mit der so genannten Energiestraße will die Wemag ein Projekt ins Leben rufen, in das Paarmann sein Haus einbinden will. Die Idee: An touristische Anbieter in Mecklenburg-Vorpommern werden E-Autos verliehen. Diese Mobile stünden für Gäste bereit, die möglichst mit der Bahn kommen oder das eigene Auto für den Urlaub am Hotel stehen lassen. Das Land sollen sie mit E-Fahrzeugen erkunden, die an Komfort alles haben, was ein mit fossilem Kraftstoff bewegtes Auto auch hat. Nur statt des Benziners oder Diesels einen Elektromotor. „Voraussetzung ist, dass die Infrastruktur – Ladestationen – aufgebaut wird. Dazu will die Wemag in den nächsten Jahren beitragen. „Zum Erreichen der Klimaschutzziele wird das eine wirtschaftliche Alternative zu Verbrennungsmotoren“, ist Raymond See, Wemag-Prokurist und Karabag-Geschäftsführer, überzeugt. Prof. Udo Onnen-Weber von der Hochschule Wismar, der das Projekt begleitet, ist sich sicher: „So locken wir Leute nach MV, die bewusst klimafreundlich leben und Urlaub machen wollen.“ Mehr als drei pro Jahr.


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