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Aeroklub Güstrow : Endlich wieder in die Luft – Saisonstart für Segelflieger

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Endlich: die 70 Mitglieder des Aeroklubs Güstrow starteten am Wochenende auf dem Flugplatz Bockhorst in die neue Segelsaison. Im vergangenen Jahr absolvierten sie über 1000 Starts und flogen über 12 000 Kilometer. Auch 2014 ist Nachwuchs willkommen.

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erstellt am 14.Apr.2014 | 06:00 Uhr

„Winde rechtes Seil straff!“ Axel Mühlenfeld gibt dieses Kommando über Funk. Er ist seit sechs Jahren der Vorsitzende des Aeroklubs Güstrow. Dessen 70 Mitglieder starteten am Wochenende in die Saison. Kurz nach seiner Ansprache kann der Flug beginnen. Das 1000 Meter lange Kunststoffseil spannt sich und die Winde zieht die Puchacz, ein Doppelsitzer-Segelflugzeug, mit 100 Kilometern pro Stunde über den Rasen das Segelflugplatzes Bockhorst. Sekunden später schnellt der „Uhu“ (Puchacz) steil in die Luft. In 350 Metern Höhe wird das Seil ausgeklinkt. Die Luftfahrt beginnt.

Zum Saisonstart geht es allerdings nicht um Strecke – bei über 1000 Starts 2013 flogen die Güstrower rund 12 000 Kilometer –, sondern um die ersten Gewöhnungstouren bzw. Prüfflüge. Axel Mühlenfeld: „Das ist aus Sicherheitsgründen vorgegeben. Unsere sieben Fluglehrer müssen immer beim ersten Flug in der neuen Saison jedem Mitglied das Okay für weitere Flüge bescheinigen. Das gilt übrigens auch für die Fluglehrer.“ Die Maschinen haben ebenfalls ihren TÜV. „Sie werden im Winter in der Werkstatt überprüft“, erklärt Mühlenfeld.

In der Zwischenzeit gibt er immer wieder die Winde frei. Auch für Andreas Ruge. Der Güstrower ist seit 1978 Segel- und Motorseglerflieger. Der erfahrene Pilot hat über 3500 Starts absolviert, sechs Flugbücher sind gefüllt. Ruge ist von seinem Hobby begeistert, weil es für ihn nichts Schöneres gibt als sich in die Luft zu erheben. Wenn andere mit dem Auto nach Rostock Kaffee trinken fahren, kann er in Lübeck mit dem Motorsegler eine Kaffeepause machen.

Der Verein sucht wie andere Vereine auch Nachwuchs. Die Ausbildung für den Flugschein dauere rund zwei Jahre, wobei die Funk-Prüfung oft das Schwerste sei, weiß Mühlenfeld. Mit der jetzigen Jugendgruppe ist er zufrieden. Die sieben Flugschüler seien „gut drauf“, schätzt der Vorsitzende ein. Darunter ist die 22-jährige Sarah Rühmling. Die hat die Gene von ihrem Vater. Karsten Rühmling ist einer der erfahrensten Mitglieder im Aeroklub. Der betätigte am Wochenende u.a. die Winde und beförderte auch Töchterchen Sarah gen Himmel.


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