Schloss Güstrow : Endlich: Sanierung des Schlosses beginnt 2017

Während der Sanierung soll das Schloss Güstrow für zwei Jahre geschlossen bleiben. Fotos: Eckhard rosentreter
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Während der Sanierung soll das Schloss Güstrow für zwei Jahre geschlossen bleiben. Fotos: Eckhard rosentreter

Derzeitige Planung sieht eine komplette Schließung des Schlosses in den Jahren 2018 und 2019 vor

svz.de von
20. November 2015, 06:00 Uhr

Nun ist es heraus: 2017 soll die Sanierung des Güstrower Schlosses beginnen, informierte gestern Dirk Blübaum, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, in dessen Obhut auch das Güstrower Schloss fällt. Lange haben die Güstrower darauf gewartet, denn eigentlich sollte es schon 2010 so weit gewesen sein.

„2016 können die Vorplanungen beginnen, im Jahr darauf dann die ersten Baumaßnahmen“, sagt Blübaum und nennt Dach, Fassade, Fenster und die Mittelalterausstellung als die Kernpunkte der Schlosssanierung. Blübaum spricht von sehr aufwendigen Arbeiten, die sich z.B. schon daraus ergeben würden, dass nicht mit dem Laster auf den Schlosshof zur Entladung gefahren werden könnte. Insgesamt habe der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) eine zeitlich sehr komprimierte Variante der Sanierung, die Kosten spart, vorgelegt. Dies mache allerdings eine komplette Schließung des Schlossen notwendig. Ursprünglich, so Blübaum, hatte man gedacht, einen Flügel nach dem anderen in Angriff zu nehmen. In dem Falle hätte stets ein Teil des Schlossmuseums geöffnet bleiben können. Nun geht der Museumsdirektor von einer zweijährigen Schließzeit (2018/2019) aus. Wo während der Zeit die Museumsschätze gelagert werden, sei noch nicht entschieden. Während voraussichtlich auch 2020 noch Bauarbeiten am Schloss laufen werden, könne aber gleichzeitig die Ausstellung wieder aufgebaut werden. Auf einen Wiedereröffnungstermin möchte sich Blübaum nicht festlegen. „Wir sprechen hier insgesamt nur von Planungszeiten. Es ist ein Altbau. Da kann es immer zu Verzögerungen kommen“, räumt er ein.

Die museale Präsentation des Mittelalters im Untergeschoss gehöre komplett mit ins Projekt, das mit über zehn Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln finanziert wird. Die weiteren Ausstellungen auf den Etagen werde man zu einem späteren Zeitpunkt anfassen müssen, informiert Blübaum.

42 Millionen Euro aus dem europäischen Topf für die Entwicklung ländlicher Räume (Eler) fließen bis 2020 für die Sanierung von landeseigenen Schlössern und Parks nach MV. Güstrow profitiert davon.  

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