Wattmannshagen : Endlich genug Platz für Feuerwehr

Die Kameraden von Niegleve/Wattmannshagen mit ihrer Jugendfeuerwehr bei der Einweihungsfeier.
Die Kameraden von Niegleve/Wattmannshagen mit ihrer Jugendfeuerwehr bei der Einweihungsfeier.

Feuerwehr Niegleve/Wattmannshagen weihte Sonnabend gemeinsam mit vielen Gästen neues Gerätehaus und Löschfahrzeug ein

svz.de von
16. November 2014, 17:48 Uhr

Den ganzen Sommer über hatten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Niegleve/Wattmannshagen gerackert. An diesem Sonnabend nun konnten sie endlich ihre Festtagsuniform anziehen und ihr neues Gerätehaus sowie das neue, wenn auch gebrauchte Löschfahrzeug einweihen. Dieses hatte die Wattmannshäger Wehr von den Kameraden aus Güstrow erhalten, die als Schwerpunktwehr im Mai ein neues Löschfahrzeug bekommen hatte (wir berichteten). Seine Bewährungsprobe hat das „LF 16“ inzwischen in Wattmannshagen schon bestanden. Zuletzt bei einem Einsatz Freitagnacht nach einem Verkehrsunfall zwischen der B 104 und Groß Roge, wo sich ein Pkw überschlagen hatte. Bereits Donnerstagabend war die Wattmannshäger Wehr mit ihrem neuen Löschfahrzeug nach Raden ausgerückt, wo zwei Pkw zusammen gestoßen waren.

Die Kameraden atmeten auf, als sie ihr Fahrzeug nach dem Einsatz endlich ordnungsgemäß im neuen Gerätehaus abstellen konnten. War doch das alte, schon über 50 Jahre alte Gerätehaus im Dorf zu klein für das Löschfahrzeug. Als Übergangslösung musste deshalb den Sommer über eine private Scheune als Garage herhalten. Dies ist nun vorbei. Stolz enthüllte Wehrführer Karsten Bast Sonnabendvormittag zusammen mit Bürgermeister Reinhard Knaack und Staatssekretär Thomas Lenz vom Innenministerium das Schild „Freiwillige Feuerwehr Niegleve/Wattmannshagen“ am neuen Gerätehaus. Gebaut wurde dieses am Standort der früheren Konsumverkaufsstelle neben der Kirche. Der eine Teil der Baracke war dafür komplett abgerissen worden. Neben der Fahrzeughalle erhielt das neue Gerätehaus Dusche und Toiletten sowie einen Dienstraum für den Wehrführer.

Aus dem verbliebenen Teil des früheren Konsums entstand ein Gemeinschaftsraum, den die Kameraden künftig für ihre Zusammenkünfte und Schulungen nutzen wollen. Fast 200 000 Euro hat der Neubau gekostet. Neben dem Land und dem Landkreis steuerten auch über 20 Sponsoren aus der Region ihr Scherflein dazu bei. Weil der Bau des Gerätehauses teurer wurde als ursprünglich gedacht, sprangen die Kameraden in die Bresche und übernahmen einen Großteil der Arbeiten in ihrer Freizeit kostenlos: so das Malern und das Fliesen der Sanitärräume.

Als stellvertretend für die „Kerntruppe“, die immer dabei war, nannte Wehrführer Karsten Bast seine Kameraden Werner Holzapfel, Jörg Burmeister, Wolfgang Jürn, Frank Jonas und Jochen Hutte. „Mit dem neuen Gerätehaus sind wir heute in der Bundesrepublik angekommen“, würdigte Bast das Geschaffene. Und er versprach im Namen seiner insgesamt 77 Kameraden in Niegleve/Wattmannshagen, weiterhin das Beste zu geben für den Schutz des Lebens und des Hab’ und Gut’s der Einwohner.

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