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Thomas-Müntzer-Schule Güstrow : Endlich: Geld für Müntzerschule

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Land schätzt Erweiterung und Sanierung der Schule als förderfähig ein: Planung jetzt vorantreiben

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Frohe Stimmung gestern in der Thomas-Müntzer-Schule und im Güstrower Rathaus. 21 Kommunen erhalten für 58 Vorhaben Fördergelder aus dem Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“. Die Erweiterung und Sanierung der Regionalen Schule in Dettmansdorf ist dabei. „Wir freuen uns riesig. Endlich können die Lern- und Arbeitsbedingungen für die Schüler und Lehrer auf ein Niveau gebracht werden“, betont Schulleiterin Manuela Siegesmund. Sie sei optimistisch, dass die Erweiterung und Sanierung der Schule jetzt erfolgen könne und 2019 alles fertig sei.

Mindestens seit fünf Jahren redet man über Sanierung und Erweiterung. Immer wieder hatte sich das Vorhaben verzögert. Zuletzt wartete man auf Fördermittel, die nun zugesagt wurden. „Als erstes habe ich es den Schülern der 10. Klassen erzählt“, berichtet die Schulleiterin. Sie hätten sich für das Vorhaben engagiert, seien beispielsweise dabei gewesen, als man vor einem Jahr vor dem Tagungsort der Stadtvertretung vor der Sitzung Spalier stand. So wollte man der Forderung nach einem Neubau anstelle des längst verschlissenen Containerbaus Nachdruck verleihen. Ein weiteres Jahr ertrugen Lehrer und Schüler die Missstände – Fußböden und Wände sind kaputt, es zieht und knackt an allen Ecken. „Als Schüler werden sie es jetzt nicht mehr erleben, aber ich freue mich auf ihren Besuch, wenn wir jährlich unseren Tag der offenen Tür anbieten“, sagt Siegesmund. Als sichtbares Zeichen der Hoffnung befestigte sie gestern die Entwurfsplanung im Lehrerzimmer.


Fertigstellung 2019 ins Auge gefasst


Güstrows Bürgermeister sprach gestern von einer „freudigen Nachricht“. „Jetzt können wir eine moderne Schule nach den Maßgaben bildungspolitischer Ansätze bauen“, betont Arne Schuldt. Aufgabe der Verwaltung sei es nun, die Antragsunterlagen zu vervollständigen. Die Nachricht aus dem MV-Wirtschaftsministerium lautete gestern, dass das Vorhaben förderfähig sei. „Als erstes brauchen wir jetzt eine Haushaltsgenehmigung vom Landkreis, damit wir loslegen können“, sagte Schuldt. Bisher gebe es lediglich eine Entwurfsplanung für die Erweiterung und Sanierung der Müntzerschule. Bevor es an die Genehmigungsplanung gehen kann, hält Schuldt Beratungsgespräche mit dem Landesförderinstitut, dem Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes, der die baufachliche Prüfung der Antragsunterlagen vornimmt, der Schule und dem Schulamt für notwendig. Man müsse schauen, was in den vergangenen Jahren an Forderungen an eine moderne Schule hinzugekommen ist. U. a. sei vor dem Hintergrund der Inklusion das Raumprogramm noch einmal genau anzusehen. Auch die Frage der Barrierefreiheit sei zu diskutieren.

Acht Millionen Euro sind in den Haushalt der Stadt eingestellt. Eine Million Euro für dieses Jahr und weitere Gelder als so genannte Verpflichtungsermächtigung für die Jahre bis 2919, informiert Schuldt. Die Stadt rechnet mit einer Förderung von 75 Prozent. Geplant ist, anstelle eines alten Kohlebunkers einen Neubau zu errichten, dann das Hauptschulhaus zu sanieren und dann den Containerbau – vor 23 Jahren als Notlösung errichtet – abzureißen.

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