20 Fragen an… : Endlich Ersatz für Kaiser-Teller

Als Mitwirkender im „Gertrudenchor“ ist Manfred Holm-Gabriel oft bei Proben im Seniorenheim am Gertrudenplatz zu finden.
Als Mitwirkender im „Gertrudenchor“ ist Manfred Holm-Gabriel oft bei Proben im Seniorenheim am Gertrudenplatz zu finden.

20 Fragen an Manfred Holm-Gabriel, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Barlachstadt

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04. April 2015, 06:00 Uhr

Aufgewachsen ist Manfred Holm-Gabriel, geboren im Juni 1943, in der Nähe von Dresden. Beruflich hauptsächlich in Leipzig tätig, zog der Diplomingenieur seiner Frau zuliebe 1981 nach Güstrow. Hier war er zeitweilig Dozent an der Agraringenieurschule. Nach der Wende wurde der Privatdozent Unternehmensberater und Mitglied in der Regionalleitung Güstrow des Unternehmerverbandes. Auch außerberuflich engagiert sich Manfred Holm-Gabriel vielfältig, sei es als Finanzer im ADMV, als Schriftführer im Landes-Chorverband und als Pressereferent. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Güstrow wirkt zudem im Vorstand des Landespastoralrates mit.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Neben meiner Frau im Konzertsaal.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Anderweitige Nutzung der Fußwege der Stadt beenden.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In der Schweriner Straße oder am Gertrudenhof.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
1956 mit der Gruppe Gospeltrain beim Sender Dresden, als hoher Sopran.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Ersatzteile zum Fahrrad meines älteren Bruders.
Was würden Sie gerne können?
Perfektes Latein und die griechische Sprache.
Was stört Sie an anderen?
Unzuverlässigkeit und negatives Denken.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meine kleine Enkelin, die sagte, ihr späterer Mann müsse so viel verdienen, dass sie ihn gut ernähren kann.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich glaube, das ist sehr lange her. Habe eine Fünf-Stunden-Klausur wegen meiner guten Vornoten nach einer Stunde beendet, um ein Treffen mit meiner Verlobten nicht zu verpassen.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Mein früherer Chef im Kraftverkehr Leipzig, der mir lange Jahre gestattete, unpolitisch durch die Zeit der DDR zu kommen, weil er mich fachlich brauchte.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Karl der Große“
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Wenn möglich, „Um Himmelswillen“ und „Der Flug des Seeadlers“ auf Phönix.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Früher beim Fußball, heute eher beim Fasching – als Musiker.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Joachim Gauck
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Nur deutsche Gerichte.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„O Happy Day“ – als Start meiner (im nächsten Jahr 60-jährigen) musikalischen Nebentätigkeit. Daneben gibt es aber noch viele eigene Lieder mit wunderbaren Erinnerungen.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

An einen Barbarossa-Zinnteller aus dem Erbe meines Schwagers. Den gleichen Teller erhielt der Urgroßvater meiner Urgroßmutter 1790 von Kaiser Leopold II, als er in Frankfurt mit weiteren 83 Mitgliedern aus den sieben Wahldelegationen der Kur-Länder zum Ritter geschlagen wurde. Meine Oma nahm ihn 1945 mit auf die Flucht, wo er durch meine Schuld verloren ging. Nun hat sich endlich ein gleicher wieder eingefunden.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Das überlebensgroße Granitpferd unseres Oheims, das noch in Polen steht, eventuell zurück erwerben.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Mein Arbeitstisch steht sicher auf drei Beinen: gesellschaftliche Aktivität, Musik machen, Ahnenforschung. Dabei muss ich gut planen, um auch die täglichen Aufgaben in Haushalt und Garten, Familie und Auto unter einen Hut zu bringen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Gisela Karmann, die als Leiterin des Schulverwaltungs- und Sozialamtes der Barlachstadt seit Jahren eine unauffällige, aber hervorragende Arbeit macht.

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