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Aufatmen in Teterow : Endlich das Okay für See-Sanierung

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Aufatmen in Teterow: Der Landkreis hat die wasserrechtliche Genehmigung für die Sanierung des Teterower Sees erteilt. Die Sanierung wird zu 100 Prozent gefördert.

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erstellt am 02.Okt.2012 | 12:53 Uhr

Teterow | Man konnte ihn förmlich plumpsen hören, den Stein, der Eva-Maria Scharf vom Herzen fiel. Der Landkreis hat die wasserrechtliche Genehmigung für die Sanierung des Teterower Sees erteilt. "Wir stehen in heißen Schuhen, um die Ausschreibung rauszuschicken, mussten aber auf die Genehmigung warten", erklärt die Mitarbeiterin von "bioplan", Institut für angewandte Biologie und Landschaftspflege. Wie Roger Hewelt vom kreislichen Umweltamt nun mitteilte, hätte es noch Hinweise vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) gegeben, die berücksichtigt werden mussten.

Dass Eva-Maria Scharf, die mit dem Projekt See-Sanierung beauftragt ist, die Zeit im Nacken sitzt, hat mit der Förderung zu tun. Die Seesanierung wird zu 100 Prozent gefördert. "Ein Großteil des Geldes ist für dieses Jahr genehmigt", sagt sie. Eine Zeitprognose mag sie für die Arbeiten nicht geben. Dafür seien sie einfach zu komplex. Eva-Maria Scharf: "Bis 2015 muss das Projekt abgerechnet sein. Dann endet der Förderzeitraum gnadenlos." Sie hofft aber, dass die Aufnahme von Sedimenten schon im nächsten Jahr geschafft ist. Ein Schwimmbagger erledigt diese Arbeit. 80 Zentimeter stark ist die Sedimentschicht, die aus dem Stadtsee entnommen wird. "Es ist die oberste Schicht, in der der Phosphor konzentriert ist", erklärt Eva-Maria Scharf. Durch die Saugspülung werde nur wenig aufgewirbelt. Flächen, auf denen das Sediment gebracht wird, seien schon reserviert. Landwirte würden es verwerten.

Viel mehr Sorge macht Eva-Maria Scharf indes noch die Entschlammung des Mühlenteichs in Teterow. Es ist gelungen, diese in das Projekt zur See-Sanierung zu integrieren, weil es einen Zulauf zum See gibt. Die Teichentschlammung sei aber schon das größte Problem, verhehlt die Fachfrau nicht. "Etwa 3500 Kubikmeter Schlamm liegen im Teich. Der Grund ist nicht befahrbar." Versuche, die es in der Vergangenheit gab, dem Schlamm zu Leibe zu rücken, scheiterten kläglich, weil die Technik versackte. Jetzt baut Eva-Maria Scharf erst einmal darauf, dass die beiden Wehre des Mühlenteichs erneuert werden. "Dafür müsste der Teich trocken gelegt werden. Wenn das feststeht, wäre es sinnvoll, wenn wir uns einklinken", berichtet sie. Über eine Erneuerung der Wehre hatten Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Wasser- und Bodenverbandes "Teterower Peene" nach dem Hochwasser im Sommer vergangenen Jahres gesprochen.

Übrigens: Der Teterower See ist an sich ein schwach eutropher See. Sanierungsziel sei es, unbedingt den natürlichen Zustand wieder herzustellen, macht Eva-Maria Scharf deutlich.

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