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Domplatz Güstrow : Endlich: Baustart am Domplatz

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zurückhaltend modernes Wohnhaus schließt schmerzliche Baulücke in der Güstrower Altstadt.

von
erstellt am 07.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Bauzäune versperren die Straße an der östlichen Seite des Domes und weisen zweifellos darauf hin, dass die Bebauung des Domplatzes 18 – seit fast zwölf Jahren eine schmerzliche Baulücke in der Barlachstadt – begonnen hat. Die Güstrower Wohnungsgesellschaft (WGG) lässt hier einen Neubau mit acht Wohnungen, einem Aufzug und einer Teilunterkellerung errichten. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Mieter zum Ende des nächsten Jahres einziehen.

„Wir haben schon manches Projekt in der Innenstadt realisiert. Jedes ist auf seine Weise spannend gewesen. Direkt neben dem Dom zu bauen ist aber schon etwas ganz Besonderes“, betont WGG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt. Mit allen Anrainern habe man gesprochen, insbesondere mit der Domgemeinde. Von der Kirche habe man ein Stück Land am Dom pachten können, um dort auch mal Baumaterialien lagern zu können. „Wir verspüren eine positive Grundstimmung und wollen diese bis zum Schluss bewahren“, sagt der WGG-Geschäftsführer. Wie in der Innenstadt fast üblich ist es eng auf der Baustelle. „Wir brauchen hier die Straße, um den großen Kran aufstellen zu können“, erklärt Bauunternehmen Dirk Bollmann. Auch für Fußgänger wird kein Durchkommen sein. Schon aus Sicherheitsgründen gehe es nicht anders, betont Bollmann.

Positiv gespannt zeigte sich gestern Udo Fliege vom Architektenbüro Kruse und Fliege. An einen Architektenwettbewerb, den die Stadt seinerzeit für die Baulücke ausgeschrieben hatte, mag er heute nicht mehr so gern erinnert werden. Das Architektenbüro hatte den Wettbewerb zwar gewonnen, doch war ihr Entwurf von den Güstrowern verrissen worden. In etwas abgewandelter Form wird er nun doch verwirklicht. „Wir lassen uns überraschen, was die Güstrower am Ende dazu sagen“, meint Fliege und Schmidt fügt hinzu: „Wir bezeichnen den Bau als zurückhaltend und modern.“ Der Domplatz widerspiegele Zeitgeschichte, man wolle diese mit einem modernen Bau fortschreiben. In dem Gebäude entstehen drei Zwei-, drei Drei- und zwei Vierzimmerwohnungen. Erste Anfragen von Mietinteressenten habe es schon gegeben, berichtete gestern WGG-Prokuristin Angela Matz. In der nächsten Woche kommt der Baukran. Wenn der Keller dann fertig ist, wird es voraussichtlich im September eine Grundsteinlegung geben. Dann wird die Baulücke, die ein Brand im August 2005, als ein Feuerteufel in der Güstrower Altstadt wütete, gerissen hatte, geschlossen.

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