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Abriss in Güstrow : Endgültiger Abschied von Tolstoi-Halle

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Abriss der städtischen Sporthalle im Tolstoiweg in der Südstadt begonnen - lange und kontroverse Diskussion war voraus gegangen

Die städtische Sporthalle im Tolstoiweg ist Geschichte. Der Abriss ist im Gange. Schon klafft ein großes Loch in der Wand. Stück für Stück arbeitet sich der Bagger voran. Im Dezember soll nichts mehr von der Halle übrig sein.

„Seit Anfang September haben wir die Halle aufgeräumt und entkernt“, informiert Detlef Wenzek, Abteilungsleiter im Stadtentwicklungsamt. Knapp 100 000 Euro wird der Abriss kosten. Da baut die Kommune auf Hilfe aus dem Förderprogramm „Stadtumbau Ost“.

Die Sporthalle war erst Anfang der 1980er-Jahre gebaut worden. Weil die Schülerzahlen in der Barlachstadt in den vergangenen Jahren drastisch zurück gingen, benötigt die Stadt die Halle für den Schulsport nicht mehr.

Dem endgültigen Aus ging dennoch eine über zwei Jahre währende, kontroverse Diskussion voraus. Sportvereine befürchteten, dass nach einer Schließung der Halle die Kapazitäten zum Sporttreiben in der Kreisstadt knapp werden könnten. Zumal die benachbarte Sporthalle, die früher zum Ernst-Barlach-Gymnasium gehörte, seit Jahren brach lag und drohte, eine Ruine zu werden. Und für die Sporthalle in der Hamburger Straße war perspektivisch das Aus prognostiziert worden, wenn die benachbarte Schule am Hasenwald auszieht – dies ist inzwischen so eingetroffen.

Trotz aller Widerstände beschloss die Stadtvertretung im April 2012 mit knapper Mehrheit die Schließung der Stadt-Halle am Tolstoiweg. Eine Ausschreibung zum Verkauf der Halle verlief ergebnislos. Auch kein Sportverein wollte die Last der Sanierung und der anschließenden Bewirtschaftung riskieren. So machte die Stadtvertretung Anfang dieses Jahres den letzten Schritt und beschloss den Abriss. Inzwischen hatte das DRK die benachbarte Sporthalle gekauft, saniert und wieder in Betrieb genommen.

Nur eine Gnadenfrist bekam die städtische Halle noch: Während der Sanierung der Kerstingschule diente sie bis zum Sommer als Unterstellort für Mobilar.

 

 

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