Ende August soll hier das Wasser fließen

Diplom-Ingenieur Marco Hesse schaut sich in der Fischaufstiegsanlage um.
Diplom-Ingenieur Marco Hesse schaut sich in der Fischaufstiegsanlage um.

Neubau einer Fischaufstiegsanlage Nebel bei Parum bald fertig / Radfahrer weiter ab Ulrichplatz umgeleitet

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04. August 2015, 06:00 Uhr

Die Bauarbeiten an der Fischaufstiegsanlage am Güstrow-Bützow-Kanal und der alten Nebel, nahe Parum, gehen gut voran. Im September sollen sie beendet sein. „Die geplante Bauzeit beträgt eineinhalb Jahre. Da liegen wir gut im Zeitplan“, sagt Projektleiter Marco Hesse vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu).

Derzeit werden in einem Kabelgraben noch Leitungen verlegt, bevor die Straße über die neu gebaute Fischauf-stiegstreppe fertig gestellt werden kann. Mitte, vielleicht auch Ende August soll dann auch das Wasser über die naturnahe Fischtreppe fließen. Wenn das passiert, ist ein großes Fließsystem wieder in ganzer Länge ökologisch durchgängig: Von der Ostsee landeinwärts über die Warnow und von Bützow entlang der Nebel bis zum Krakower See haben Fische und andere Lebewesen dann sozusagen freie Bahn. „Das ist vor allem für die Meerforelle von großer Bedeutung, weil sie gern auf kiesigem Untergrund laicht“, weiß Marco Hesse. Im Frühjahr seien die Hauptwanderzeiten dieser Art. Dann steige die Forelle von der Ostsee in den Binnenbereich auf, um für Nachwuchs zu sorgen. Aber auch für andere Arten, wie Steinbeißer, Barsche, Plötze, sowie viele andere Kleintiere sei diese Fischaufstiegsanlage bedeutsam.

Ein Stück Radweg am Kanal wird in den kommenden Wochen wieder hergestellt, das wegen der Bauarbeiten zurückgebaut werden musste. Für die Radfahrer, die den internationalen Fernweg Berlin-Kopenhagen am Kanal gern nutzen, sei informiert: Noch bis zur Freigabe im September werden sie ab Ulrichplatz umgeleitet, so dass sie bis zur Lüssower Brücke auf der anderen Seite des Kanals entlang geführt werden. Die Umleitungswegweiser sollte man also ernst nehmen.

Allein die Errichtung der Fischtreppe und der Neubau der Brücke haben 2,5 Millionen Euro gekostet. Diese vom Land finanzierte Baumaßnahme wurde von der EU gefördert. Baustart war im Juni 2014.

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