Pflege-Skandal : „Elisa“-Betreiberin hält Landkreis hin

Der Landkreis will die Pflege-Einrichtung im Krakower Möwenweg wegen schwerer Mängel schließen.
Der Landkreis will die Pflege-Einrichtung im Krakower Möwenweg wegen schwerer Mängel schließen.

Bemängelte Pflege-Einrichtung in Krakow am See immer noch nicht geschlossen – Kreis setzt neue Frist.

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16. Juni 2016, 20:55 Uhr

Trotz wiederholter Aufforderungen seitens des Landkreises Rostock, hat die Betreiberin des „Elisa“-Pflegedienstes ihre Pflege-Einrichtung im Möwenweg in Krakow am See immer noch nicht geschlossen. Die Heimaufsicht des Landkreises hatte bereits im April den weiteren Betrieb der Einrichtung wegen schwerer Mängel untersagt (SVZ berichtete). Dagegen geht die Betreiberin gerichtlich vor. Eine erste Frist zur Schließung hatte die Betreiberin bereits ignoriert. Auch der zweiten Frist, die am 15. Juni ausgelaufen ist, ist sie nicht nachgekommen. „Wir haben die Einrichtung im Möwenweg in Krakow am See gestern kontrolliert. Der Heimaufsicht wurde der Zutritt zum Gebäude verwehrt. Es wurde jedoch festgestellt, dass es immer noch bewohnt ist“, so gestern Kreissprecher Michael Fengler auf SVZ-Nachfrage.

Es werde jetzt ein Zwangsgeld von 20 000 Euro fällig, so Fengler weiter. „Der Betreiberin wurde zudem noch einmal erklärt, dass auch eine Ersatzzwangshaft möglich ist, wenn sie das Geld nicht bezahlt“, sagt er. Da die „Elisa“-Betreiberin bereits der ersten Frist zur Schließung nicht nachgekommen war, hat sich das vom Landkreis geforderte Zwangsgeld mittlerweile auf 35 500 Euro erhöht.

Gestern setzte die Heimaufsicht auch eine neue, endgültige Frist zur Schließung fest: den 1. Juli. „Es sind jetzt noch 14 Tage Zeit, so dass die Angehörigen der letzten Bewohner eine neue Betreuungseinrichtung finden können“, sagt Michael Fengler.

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