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Rad-Tourismus in Güstrow : Elektro-Räder immer beliebter

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Elektro-Fahrräder - auch Pedelec genannt - sind auf dem Vormarsch. Das stellen nicht nur Tourismusanbieter fest, die immer mehr Aufladestationen für die Räder einrichten.

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erstellt am 08.Nov.2011 | 07:07 Uhr

Güstrow | Elektro-Fahrräder - auch Pedelec genannt - sind auf dem Vormarsch. Das stellen nicht nur Tourismusanbieter fest, die immer mehr Aufladestationen für die Räder einrichten. Der Güstrower Sven-Erik Muskulus bestätigt den Trend. "Wir verleihen im zweiten Jahr Elektro-Räder und es gibt immer mehr Leute, die sich mit einem kleinen Motor das Radeln erleichtern", so der Geschäftsführer von "Wanderer-Kanu-Rad und Reisen". Hatte er noch im vergangenen Jahr sechs Räder in seinem Verleih, waren es in diesem bereits zwölf.

Einige Kunden würden es einfach mal probieren wollen, andere suchten gezielt nach Rädern mit einem "Hilfsmotor". Die Gründe dafür seien unterschiedlich. "Manche möchten gern eine bestimmte Strecke schaffen, auch wenn sie körperlich vielleicht nicht in der Lage dazu sind", erklärt Muskulus. Wieder andere möchten in einer Gruppe mithalten können oder "richtig Strecke machen" an einem Tag. Doch dafür ist beim Pedelec eine natürliche "Schranke" eingebaut. Denn ein Akku hält im Durchschnitt zwischen 40 und 70 Kilometer. "Das hängt auch vom Profil der Strecke ab", sagt er.

So ein Hilfsmotor am Fahrrad muss nicht ständig laufen. Auch kann man die Stärke der Unterstützung selbst bestimmen. Das Steuergerät befindet sich meist am Lenker und kann mit Daumen und Zeigefinger eingestellt werden. Egal, ob man die höchste oder nur eine kleinere Stufe wähle, der Motor läuft nur, wenn man tritt. "Deshalb muss man keine Angst haben, dass das Rad plötzlich davon rast und macht, was es will", sagt Muskulus. Außerdem unterstützt das Pedelec bis 25 Stundenkilometer.

Für ihn steht fest: Jeder kann solch ein Fahrrad mit Elektro-Motor nutzen. Ob gemütliches Radeln oder sportliche Fahrt - alles ist möglich und mit Gangschaltung und Motor zu variieren. Betonen möchte der 42-Jährige allerdings eines: "Es ist kein Rentnergefährt." Die meisten, die es einmal ausprobiert haben, sind begeistert, weiß der Fachmann. So hat er schon oft die Aussage gehört: "Das war klasse. Das mach’ ich mal wieder."

Ladestationen für die E-Bikes gibt es unter anderem am Gästehaus am Schlosspark, in Groß Breesen, im Seehotel Krakow am See und im Van- der-Valk-Resort Linstow. In der vergangenen Woche wurde auch die Güstrow-Information als Pedelec-Station bestätigt. Ziel ist es u.a., im Frühjahr 2012 den 600 Kilometer langen Fernradweg Berlin-Kopenhagen für Elektroräder befahrbar zu machen, also mit ausreichend Ladestationen zu versehen. Dieses Ziel strebt der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte an.

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