Kreismusikschule Güstrow : Eintauchen in Reich der Fantasie

Szene aus der Aufführung „Träumereien – nachts, wenn alles schläft“ der Tanzabteilung der Kreismusikschule Güstrow..
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Szene aus der Aufführung „Träumereien – nachts, wenn alles schläft“ der Tanzabteilung der Kreismusikschule Güstrow..

Tanzabteilung der Kreismusikschule Güstrow führte „Träumereien – nachts, wenn alles schläft“ im Güstrower Barlachtheater auf.

svz.de von
21. Juni 2016, 21:00 Uhr

Es ist immer ein gut gehütetes Geheimnis, was die Tanzabteilung der Kreismusikschule Güstrow zum Abschluss eines Schuljahres auf die Bühne bringen wird. Dieses Mal überraschte Tanzpädagogin Maria-Juliane Paschen mit dem Ballett „Träumereien – nachts, wenn alles schläft“. Übers Wochenende und am Montag standen drei Aufführungen dieses für Pantomime und getanzte Bilder angelegten Stückes auf dem Spielplan des Ernst-Barlach-Theaters.

Träume ebnen den Weg in das Reich der Fantasie. Zwei Tanzschülerinnen, Annalena Schulze Harling und Marleen Kaczich, eröffneten den Reigen von Bildern und Stimmungen, die Realität und Traumwelt nebeneinander setzen. Spielzeuge, Kleidungsstücke, Zeugnisse oder Bücher bilden den Anlass für Erinnerungen und Sehnsüchte. Da steht der Traum, ein großer Künstler, ein Superstar sogar, zu werden neben dem, es im Leben zu etwas zu bringen.

Es ist ein absoluter Glücksfall, dass Maria-Juliane Paschen auf der Suche nach Musik für ihre Choreografie auf den produktiven französischen Komponisten Darius Milhaud (1892 bis 1974) stieß. Seine fröhlich-lebhafte Musik aus „Die Schöpfung der Welt“ und „Der Ochse auf dem Dach“ passten punktgenau zu den temperamentvollen Tänzen, den farbigen Kostümen und dem hell-bunten Licht, in das die Güstrower Bühne getaucht war. Über 60 Mitwirkende aus elf Gruppen der Tanzabteilung waren mit Eifer und Hingabe bei der Sache. Maria-Juliane Paschen übertrug in ihrer Choreografie sowohl den am Anfang ihrer Ausbildung stehenden Erstklässlern wie auch den gestandenen Tänzerinnen Verantwortung. Lang anhaltender Beifall und „Bravo“-Rufe waren der Lohn für die mit viel Herz getanzten Aufführungen.

Schuljahresschluss bedeutet fast immer auch Abschied. Dieses Mal trifft es Annalena Schulze Harling, die nach zwölfjähriger Zugehörigkeit die Tanzabteilung verlässt und in Schwerin eine Berufsausbildung beginnt. „Die Zeit in der Tanzabteilung möchte ich nicht missen. Sie hat mein Leben bereichert, ich habe viel gelernt und ein wunderbares Hobby gefunden“, bilanzierte die 18-Jährige nach der letzten Vorstellung. Besonders gern erinnert sie sich an ihre Rollen als Sonne im Sommer von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und als Schneewittchen in dem Ballett „La Boutique Fantasque“.

Maria-Juliane Paschen beschäftigt sich längst mit dem Abschluss des Schuljahres 2016/17. „Ich brauche ungefähr zwei Jahre Vorlauf, um die Musik zu finden, die Choreografie zu erarbeiten, die technischen Abläufe zu klären und etwa ein halbes Jahr vor der Premiere mit den Proben zu beginnen“, erklärt sie. 2017 soll darüber hinaus eine besondere Aufführung werden. Ist es doch dann 20 Jahre her, dass die Tanzpädagogin die Leitung der Tanzabteilung übernahm. Und womit soll das Jubiläum im Juni 2017 gefeiert werden? „Das ist noch ein Geheimnis“, antwortet Maria-Juliane Paschen erwartungsgemäß.

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