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Schloss Charlottenthal : Einsturzgefahr: Brandursache weiter unklar

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schwierige Ermittlungen nach Großbrand in Charlottenthal.

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Nach dem Großbrand in der Nacht zu Montag in Charlottenthal, bei dem das Schloss komplett zerstört wurde, gestalten sich die Ermittlungen zur Brandursache aufgrund der bestehenden Einsturzgefahr als äußerst schwierig. „So konnte man sich vorerst nur einen ersten Überblick verschaffen und die eigentliche Brandortuntersuchung planen“, informiert Polizeihauptkommissar Gert Frahm von der Polizeiinspektion Güstrow. „Um eine solche überhaupt durchführen zu können, wird wohl auch der Einsatz von schwerem Gerät notwendig sein. Der ist noch für die laufende Woche geplant.“

Nach Beendigung der Löscharbeiten am Montag nahmen der Ermittler für Branddelikte am Kriminalkommissariat Güstrow und ein Sachverständiger für Brandursachenermittlungen am frühen Nachmittag ihre Arbeit vor Ort auf. „ Das Areal ist zwar mittlerweile eingezäunt, dennoch wird an dieser Stelle noch einmal eindringlich vor dem Betreten des Brandortes gewarnt. Es besteht Einsturz- und damit Lebensgefahr“, sagt Frahm.

Unterdessen denkt die Gemeinde über eine Hilfsaktion für das Ehepaar Wolgien nach. Die Inhaber des Schlosses und Betreiber des Restaurants haben bei dem verheerenden Feuer alles verloren. „Es gibt bereits erste Überlegungen, den Wolgiens zu helfen. Wir müssen aber zunächst wissen, was sie dringend brauchen“, sagt Krakows Bürgermeister Wolfgang Geistert. Kommende Woche wolle er sich mit dem Ehepaar zusammensetzen. Er setzt auf eine große Hilfsbereitschaft.

Für Wolfgang Geistert ist das zerstörte Schloss ein „gravierender Verlust“. „Wir haben ein wichtiges und schönes Denkmal und damit auch einen Teil unserer Geschichte verloren“, sagt der Bürgermeister. Dennoch hat er den Erhalt des Schlosses noch nicht ganz aufgegeben. „Ich gehe davon aus, dass das Schloss mit sehr großem Aufwand wieder aufbaufähig ist.“ Doch er schränkt gleich ein: „Aber wer soll das bezahlen. Privat ist das nicht finanzierbar.“

 

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