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AWG Güstrow : Einstimmiges Votum zum Klosterhof

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

AWG-Vertreterversammlung gibt grünes Licht für Komplettsanierung Pferdemarkt 45 und beschließt vier Prozent Dividende .

Einstimmig hat die 27. Vertreterversammlung der Allgemeinen Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung (AWG) den Weg frei gemacht für das Bauprojekt „AWG-Klosterhof“ in der Güstrower Innenstadt. Der Beschluss umfasst sowohl die Sanierung des Objektes Pferdemarkt 45 als auch den Neubau von Gebäuden auf dem Gelände des Klosterhofs. Die Realisierung des Vorhabens soll bis 2020 abgeschlossen sein. Als Kostensumme wird mit zirka sieben Millionen Euro in etwa die gleiche Summe veranschlagt, die bereits beim vis-a-vis liegenden „AWG-Sonnenhof“ gebraucht wurde.

Trotz des klaren Votums entwickelte sich in der Vertreterversammlung eine lebhafte Diskussion. Zuvor hatte Ulrich Reimer, technischer Leiter der AWG, den 44 anwesenden Vertretern die Pläne vorgestellt. Voraussetzung für das Gesamtvorhaben ist die Sanierung des Pferdemarktes 45, in dem sieben Wohnungen entstehen sollen. Reimer bezifferte das Investitionsvolumen allein dafür auf zirka 2,35 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Fördermöglichkeiten würde eine Nettokaltmiete von durchschnittlich 6,79 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kalkuliert werden können. „Wir brauchen heute den Rückenwind oder die Bremse für dieses Vorhaben“, hatte Vorstandschef Norbert Karsten die Diskussion eröffnet.


Rückenwind für neues Großvorhaben


Und es kam von Seiten der Vertreter ausschließlich Rückenwind. „Wir müssen das machen, es geht gar nicht anders. Durch den Klosterhof werten wir auch unseren ‚AWG-Sonnenhof’ auf“, erklärte Angelika Sievert. „Wir sollten Mut haben und das Projekt in Angriff nehmen“, befand Heinz Rathsack. Der Parchimer war im vergangenen Jahr als Vertreter gewählt worden und lobte die Projekte, die die AWG bereits in der Barlachstadt realisiert hat. Auch Annemarie Fuhrmann sprach sich dafür aus, mahnte in der Diskussion aber an, die Pflege des Bestandes nicht zu vergessen. „So manche Fassade bräuchte einen neuen Anstrich“, sagte sie. Karsten verwies auf die Planungen bis 2020, in denen Werterhaltung eine wichtige Rolle spiele.

Nach dem Votum der Vertreter für den Klosterhof erklärte der Vorstandsvorsitzende: „Die AWG hat geliefert, nun ist die Stadt am Zug.“ Mit der Stadt strebt die AWG den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages an. Über die Feinplanung zum „AWG-Klosterhof“ wird noch in diesem Jahr eine außerordentliche Vertreterversammlung befinden. Damit praktiziert die AWG ein ähnliches Vorgehen wie beim „AWG-Sonnenhof“.

Zuvor hatten die Vertreter ihre Zustimmung für die Zahlung der laut Satzung maximalen Dividende von vier Prozent gegeben. Damit werden es bis 2016 fast 1,2 Millionen Euro sein, die die Mitglieder seit der Wende als Dividende erhalten haben. Auch dieser Beschluss veranlasste Karsten zu einem Kommentar: „Das Geld unserer Mitglieder ist bei uns in der AWG gut angelegt. Und zwar besser als in Panama“, erklärte er schmunzelnd.

 

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