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Überall ein problem: : Einstige ABM-Projekte gehen den Bach runter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wie überall fehlen auch in Lohmen Kräfte für Pflegearbeiten / Gemeinde will gegensteuern

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Weitsichtige hatten es schon vor Jahren befürchtet. Nun ist es eingetreten: Da es kaum noch Kräfte auf dem zweiten Arbeitsmarkt gibt, dümpeln in Städten und Gemeinde viele frühere Projekte, die „ABM-er“ oder Ein-Euro-Jobber geschaffen haben, vor sich hin.

Auch in der Gemeinde Lohmen ist dies so. „Was wird eigentlich mit dem Wanderweg am See und mit dem archäologischen Lehrpfad?“ legte in der Einwohnerfragestunde vor der jüngsten Gemeindevertretersitzung Andreas Buske den Finger auf die Wunde. Auch diese Wege seien mal von ABM-Leuten geschaffen worden. Bänke und Unterstände dort seien nun in einem wenig erfreulichen Zustand und niemand scheine sich mehr darum zu kümmern. „Was will die Gemeinde tun, damit es dort mal wieder ordentlich wird?“, fragt er. „Wir hatten früher im Förderverein Güstrow immer über 100 Kräfte auf dem zweiten Arbeitsmarkt“, blickt Bürgermeister Bernd Dikau zurück. „Den Verein gibt’s aber nicht mehr. Er hat im November Insolvenz angemeldet“, sagt er. „Jetzt ist das eingetreten, wovor wir vor 15 Jahren schon Angst hatten“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde Lohmen grübelt nun über Möglichkeiten nach, wie sie wenigstens einen Teil der damals geschaffenen Projekte erhalten und retten kann:

„Wir überlegen, einen Gemeindearbeiter einzustellen“, sagt Bernd Dikau. Zurzeit habe die Gemeinde nur drei „Geringfügig-Verdiener“ für solche Arbeiten, die aber längst nicht alles schaffen, was nötig wäre. „Wir versuchen auf jeden Fall, den Lehrpfad wieder herzurichten, so dass er begehbar ist“, stellt der Bürgermeister in Aussicht.

Das ist auch Anliegen des Kulturvereins in der Gemeinde. Wobei er unkonventionelle Wege nicht scheut. „Wir bemühen uns schon seit Jahren, eine Wandergruppe aufzubauen, die dann auch den Weg mit pflegt“, so Vereinsvorsitzender Dr. Heinz Koch. Das größte Problem aber sei für die Gemeinde zurzeit der Badesteg am Lohmener See, der schon reparaturbedürftig ist, so der Bürgermeister. „Wären das nicht noch Gewährleistungsarbeiten?“, hakte Andreas Buske nach. „Die Firma hat sich inzwischen nach Norwegen umgemeldet“, informierte Bernd Dikau. Nun müsse man dieses Problem aus eigener Kraft lösen.

„Der Kulturverein hat ja im letzten Jahr Geld gesammelt, das wir dafür mit einsetzen können“, erinnert Dikau.

Bis zum Beginn der Sommersaison in Schuss bringen will die Gemeinde auch den Badestrand am Lohmener See. Die Gemeinde hat dafür Fördermittel beantragt.

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