Südstadtklub Güstrow : Einmal selbst ein Buch schreiben...

Der historische Almanach „Neuer Deutscher Jugendfreund“ dient Fiene (16), Erzieherin Anett Eggert, Kim (11) und Helfer David Sümnich als Inspiration.
Der historische Almanach „Neuer Deutscher Jugendfreund“ dient Fiene (16), Erzieherin Anett Eggert, Kim (11) und Helfer David Sümnich als Inspiration.

Jugendliche des Südstadtklubs Güstrow schreiben mit Autor Uwe Balzereit einen Almanach über ihre Interessen.

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16. Februar 2018, 21:00 Uhr

Schreiben kann fast jeder. Doch ein ganzes Buch veröffentlichen, das schaffen die wenigsten Menschen. „Dabei muss man nur anfangen“, sagt Erzieherin Anett Eggert vom Südstadtklub Güstrow. Zusammen mit ihrem ehrenamtlichen Kollegen David Sümnich will sie Jugendliche motivieren, einen Almanach zu erstellen.

Das Buch soll die verschiedenen Interessen der beteiligten Jugendlichen in sich vereinen. Etwa der elfjährigen Kim: „Ich liebe es zu backen. Deshalb möchte ich gerne über Rezepte und Tipps für die Küche schreiben.“ Die 16-jährige Fiene dagegen liebt die Fotobearbeitung und will darüber ein Kapitel schreiben. Texte von Kindern für Kinder, so stellt sich Erzieherin Eggert das Ergebnis vor.

Natürlich kann sich heutzutage jeder über seine Interessen im Internet informieren. Doch Anett Eggert sieht einen wertvollen Lerneffekt in dem Almanach-Projekt. „Der Weg ist das Ziel. Und es ist eine positive Erfahrung für die Kids, wenn sie nach getaner Arbeit, ein richtiges Ergebnis in den Händen halten“, sagt sie.

Doch die Jugendlichen stehen nicht allein im Wörterdschungel. Der Güstrower Autor Uwe Balzereit unterstützt die Gruppe bei ihrem Projekt. Balzereit veröffentlichte vergangenes Jahr den ersten Band seiner Trilogie „Magierbund“. Er hat Erfahrung in der Projektarbeit mit Kindern. Seit einigen Jahren ist der 48-Jährige ebenfalls im Jugendklub „Alte Molkerei“ aktiv und durch ein Filmprojekt wurde er gemeinsam mit den Jugendlichen zum Schreiben der Magier-Geschichte inspiriert.

Unterstützung bekommt die Almanach-Gruppe des Südtstadtklubs nicht nur beim Schreiben, sondern auch bei der Gestaltung am Computer durch David Sümnich. In seinem Layout-Programm laufen am Ende alle Fäden zusammen.

Ein Überschrift steht noch nicht fest, nur der Untertitel „Wissensdatenbank“. Doch zur Ideenfindung hat die kleine Gruppe noch genügend Zeit. „Wir sammeln Material und Ideen über mehrere Monate. Bis zur Veröffentlichung können noch ein bis zwei Jahre vergehen“, sagt Eggert.

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