Stadtsanierung Güstrow : Einladung in fast vergessenes Haus

Geschichte wurde u.a. im Haus Gleviner Straße 1 geschrieben.
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Geschichte wurde u.a. im Haus Gleviner Straße 1 geschrieben.

Führung durch Renaissance-Gebäude Gleviner Straße 1 am Tag des offenen Denkmals.

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22. August 2016, 21:00 Uhr

Lange ist es her, dass sich die Tür zur Gleviner Straße 1 in Güstrow öffnete. Jetzt geht es darum, das Renaissance-Backsteingebäude, in dem einst August der Starke nächtigte, zu retten. Die Stadt hat es vergangenes Jahr erworben und zum Verkauf ausgeschrieben. Am Tag des offenen Denkmals (11. September) haben Neugierige die Möglichkeit in dieses fast vergessene Haus mit dem steilen für die Renaissance so typischen Dach zu schauen.

Ein schwieriges Objekt – lang und schmal, verwinkelt und verbaut –, räumt Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, ein. Es hätte schon viele Nachfragen gegeben, ein konkretes Angebot liege der Stadt aber noch nicht vor. Dabei gibt es für Sanierung und Ausbau des Hauses längst eine Baugenehmigung. Auch Städtebaufördermittel sind längst zugesagt. Dem vorherigen Eigentümer war das Projekt dann aber wohl doch zu groß.

„Wir sind immer wieder bemüht den Besuchern am Tag des offenen Denkmals etwas Neues aus dem Spektrum von Denkmalen im Sanierungsgebiet der Stadt zu zeigen“, betont Weber und nennt neben der Gleviner Straße 1 auch Häuser in der Langen Straße 45/46 mit einer wechselvollen Geschichte, die Gleviner Straße 10 (ehemals Stift Bethlehem), wo die Sanierung voranschreitet, und auch die Domstraße 21. Die Jugendstilvilla, daran erinnert Weber, habe schon einmal kurz vor dem Abriss gestanden und werde nun doch gerettet. In der Domstraße 6, wo die Sanierung abgeschlossen ist, kann eine Fotodokumentation dazu eingesehen werden. „Auf der anderen Seite zeigen wir mit der Ecke Gleviner Straße/Lange Straße und Lange Straße/Katrepel wie sich Neubauten in die Altstadt einfügen“, berichtet die Amtsleiterin weiter.

Schulführungen und Programm auf Platt

Besonders froh sei sie, dass auch die Kerstingschule am Tag des offenen Denkmals ihre Türen öffnet. Bei Schulen sei das Interesse immer groß. Schüler und Lehrer werden am Denkmalssonntag durchs sanierte Haus führen. Außerdem werden Schüler – Sieger beim Plattdeutschwettbewerb MV – Ausschnitte aus ihrem Programm zeigen. „Mal etwas anderes“, meint Weber und macht gern auch noch auf den Kuchenbasar des Fördervereins der Schule aufmerksam. Hier könnten die Besucher ausruhen und genießen und würden gleichzeitig die Arbeit des Schul-fördervereins unterstützen.

Traditionell beginnt der Tag des offenen Denkmals unter dem Thema „Gemeinsam Denkmale erhalten“ mit der Verleihung des Bauherrenpreises 2015 in der Wollhalle. Hier werden Jane Weber und Gunter Brüß außerdem die Planung für die Sanierung des Marktes vorstellen.

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