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Schutz der Geschäfte : Einkauf im Stahlhof begrenzt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadt und Hauptausschuss für Einschränkung der Einkaufsfläche im Stahlhof auf 1200 Quadratmeter

Auf dem Gelände des Stahlhofs sollen künftig nicht mehr als 1200 Quadratmeter für den Einzelhandel vorgehalten werden. So empfiehlt es der Hauptausschuss der Stadtvertretung.

Eingeschränkt werden soll auch das Sortiment, das einmal in Geschäften auf dem Stahlhof angeboten werden kann. Verkauft werden dürfen dort nur Nahrungs- und Genussmittel, neue Medien- und Unterhaltungselektronik, Kleinmöbel und Einrichtungszubehör, Sportartikel/Sportbekleidung sowie Sanitätswaren.

Die Stadt legte dazu dem Hauptausschuss Donnerstagabend einen entsprechenden Eilantrag vor und folgt damit der Empfehlung eines Gutachtens zur Einzelhandelskonzeption für Güstrow.

Mit der schon jetzt festgezurrten Festlegung auf höchstens 1200 Quadratmeter Einkaufsfläche soll den Planungsbüros, die Entwicklungskonzepte für den Stahlhof erarbeiten, eine Orientierung gegeben werden, so Bürgermeister Arne Schuldt.

„Es ist ein Vorgriff auf das Einzelhandelskonzept für die Stadt“, erläuterte er. Über dieses Konzept haben die Stadtvertreter am 26. März zu entscheiden. Die Planer aber brauchen die Vorgaben schon vorher.

Schon jetzt sei klar, so Arne Schuldt, dass für sie der ursprüngliche Abgabetermin der Entwürfe bis 27. Februar nicht zu schaffen ist. Er schlug deshalb vor, diese Frist bis 30. April 2015 zu verlängern. Er begrüße es, die Einkaufsfläche am Stahlhof zu begrenzen. „Sonst haben wir da einmal Großmärkte“, meinte Gerhard Jacob (Freie Wähler/EB).

Dass diese Vorgabe die Planungsbüros einschränken konnte, fürchten dagegen Uwe Heinze (SPD) und An-dreas Ohm (CDU). Ob denn solche Vorgaben wirklich nötig seien, gab Ohm zu bedenken.

Dazu Bürgermeister Schuldt: Bereits 2007 habe die damalige Stadtvertretung dazu einen Beschluss gefasst. Und diesen könne man nicht so stehen lassen, denn damals sei eine andere Situation gewesen. Damals sei für den Stahlhof eine Verkaufsfläche von 6 000 Quadratmetern vorgesehen gewesen. Und in einem früheren Investorenwettbewerb sei sogar von 10 000 Quadratmetern Einkaufsfläche die Rede gewesen. Das sei aus heutiger Sicht „völlig weltfremd“, meint Arne Schuldt. „Damit hätte man die Geschäfte in der Innenstadt extrem gefährdet“, betont er.

Dies dürfe auf keinen Fall passieren, so Hartmut Reimann (SPD). „Wir müssen die Innenstadt schützen“, pflichtete er dem Bürgermeister bei.

Zum Vergleich führte Arne Schuldt an, dass es in der gesamten Innenstadt eine Verkaufsfläche von 40 000 Quadratmetern gibt. Es dürfe auf dem Stahlhof auf keinen Fall eine große Einkaufspassage entstehen, meinte er. „Ich würde eine Einkaufspassage ganz hübsch finden“, warf Gerd-Peter Bartsch (CDU) in die Diskussion ein. Doch zog der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Ohm schnell die Notbremse. Auch er halte es für wichtig, den Einzelhandel in der Innenstadt zu schützen, betonte er.

 

 

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