Wir in… : Einer der kleinsten Vereine im Landkreis

Martina Petrick vor dem „Reiterstübchen“. Das ist der Aufenthaltsraum des Vereins. Er wurde am Stall angebaut.
Martina Petrick vor dem „Reiterstübchen“. Das ist der Aufenthaltsraum des Vereins. Er wurde am Stall angebaut.

Splitter II

von
03. Januar 2016, 17:08 Uhr

Einen der kleinsten Vereine im Landkreis gibt es in Augustenruh: den Reit- und Fahrverein. Um die zehn Mitglieder halten ihn seit der Wende am Laufen. „Hervorgegangen ist er aus der Betriebssportgemeinschaft Traktor Parum“, erzählt Martina Petrick, seit sieben Jahren die Vorsitzende. Die „Größe“ des Vereins gibt ihm sein Motto: „Klein, aber fein!“ „Natürlich können wir nicht jeden Monat eine Veranstaltung anbieten. Aber, was wir machen, das hat sich etabliert“, sagt sie. Das wichtigste Ereignis des Vereins ist am ersten August-Wochenende der „Tag des Pferdes“. Petrick: „Diesen Tag haben wir ins Leben gerufen, um vor allem Kinder und Jugendliche mit dem Pferdesport bekannt zu machen.“ Dieses ehrenamtliche Engagement hat sich gelohnt, denn der Tag hat den Verein bekannt gemacht und es kommen immer viele Besucher. Der Tag ist für die kleine Gemeinschaft eine logistische Herausforderung. „Aber wir ziehen alle an einem Strang. Daher klappt das wunderbar“, freut sich die Vorsitzende. Mit Sarah Nehring hat der Verein eine gute Nachwuchsreiterin. In der Führzügelklasse sind Ida Roberg (6) und Lena Blau (7) fleißig am Lernen.

Ansonsten bietet der Verein Kremserfahrten und zu Ostern Camping, verbunden mit Reiten, an. Das Osterfeuer wird meist mit Freunden des Vereins angezündet. Ist das Wetter gut, gibt es eine Ausfahrt. Am Herrentag trifft man sich mit Mitgliedern des befreundeten Reit- und Fahrvereins Strameuß bei Wismar. Pfingsten geht es zu Turnieren nach Vorbeck und Parum.
Froh ist Martina Petrick, dass die Gemeinde den Verein unterstützt.

Silvio Braun ist stolz auf die Haflinger.
Silvio Braun ist stolz auf die Haflinger.

„Hof-Kleinpommern“: ein Refugium in Neu Mistorf

Das Refugium von Anke (46) und Silvio Braun (43) befindet sich in Neu Mistorf. Dort haben sich die Maschinenbauingenieurin und der Hochbaupolier aus einer ehemaligen Büdnerei einen Kindheitstraum erfüllt. 2000 kauften sie die alte Büdnerei. Sie sanierten sie ökologisch und mit viel Detailtreue. Da beide aus Vorpommern stammen, nennen sie den Hof „Hof-Kleinpommern“. Sie betreiben ihn im Nebenerwerb. Nach und nach kamen Tiere dazu. Aber nicht irgendwelche, sondern Nutztiere, deren Rassen vom Aussterben bedroht sind: das Rauhwollige Pommersche Landschaf, die Pommern-Gans und die Pommern-Ente. Außerdem tummeln sich auf dem Hof Hunde, Katzen und Hühner. Alle Tiere werden naturnah versorgt. Was Stall und Koppel hergeben, wird direkt vermarktet.

Stolz zeigen Anke und Silvio Braun auch ihre Haflinger, die fleißige Helfer auf den 6,5 Hektar Koppeln sind. Außerdem haben die Brauns eine erfolgreiche Zucht aufgebaut. Genutzt werden die Pferde ebenfalls für Kremser- und Kutschfahrten. Um die Interessen kleiner Landwirte zu fördern, die mit kleinen Pferden arbeiten, engagieren sich die Brauns im Vorstand der IG Haflingerzüchter und -halter Mecklenburg-Vorpommern. Das alles bereitet viel Arbeit.

Dazu kommt der Beruf, denn Silvio Braun hat seit 2005 einen Baubetrieb, der im Hochbau alle Leistungen abdeckt. „Jeden Montagabend planen wir exakt die Woche“, erläutert Silvio Braun. Das heißt z.B., jeden Tag um 4.45 Uhr klingelt der Wecker und gegen 22 Uhr sind alle Arbeiten erledigt. „Das ist für uns normal, denn unser Hof bereitet uns Spaß und Freude und ist für uns Berufung“, betonen die Brauns.
 

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