zur Navigation springen

Flüchtlingsproblematik : Eine sichere Bleibe für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landkreis mietet Wohnungen für dezentrale Unterbringung in Striesdorf

von
erstellt am 14.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern wird der Landkreis Wohnungen in einem Block in Striesdorf anmieten. Mit dem privaten Vermieter sei vereinbart, dass dieser noch einige Renovierungsarbeiten erledigt und der Landkreis dann ab Mai zwölf bis 14 Wohnungen belegen kann, informiert Kreissprecher Kay-Uwe Neumann auf SVZ-Nachfrage und spricht von einer dezentralen Unterbringung. Es werde keine so genannte Gemeinschaftsunterkunft.

„Wir stehen dem aufgeschlossen gegenüber“, sagt Eckhard Borrmann. Der Bürgermeister der Gemeinde Dolgen am See geht davon aus, dass man zu keiner großen Informationsveranstaltung wie es sie jetzt in Dummerstorf gegeben hatte, einladen müsse. Der Buschfunk funktioniere in so einem kleinen Dorf wie Striesdorf hervorragend. Eher überlebe man eine Art Sprechstunde einzurichten, wenn es so weit ist. „Dann kann jeder mit seinen Fragen kommen“, betonte Christel Trost, stellvertretende Bürgermeisterin, auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Als problematisch sehe sie vielleicht den Ort der Unterbringung. In Striesdorf gebe es sonst nichts. Stets müssten die Flüchtlinge und Asylbewerber nach Kronskamp oder Laage fahren, um die dinge des täglichen Lebens erledigen zu können. Man müsse sehen, welche Ideen der Landkreis zur Lösung des Problems habe. „Als Gemeinde wollen wir gern unterstützend wirken“, betont Borrmann.

Generell, so bestätigt es der Landkreissprecher noch einmal, sollen Flüchtlinge dort untergebracht werden, wo eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Aber der Landkreis müsse schauen, wo man Menschen hier überhaupt noch unterbringen könne. Seit Monaten sei man permanent mit Wohnungsgesellschaften und Vermietern im Gespräch. „Erst einmal ist es wichtig, dass die Menschen aus Krisengebieten sicher untergebracht sind. Um Möglichkeiten der Integration und der Versorgung kümmern wir uns“, betont Neumann. Bis nach Laage sei es nicht so weit. Gegebenenfalls müsse man für den Transport sorgen. Wenn es so weit ist, werde man vor Ort praktikable Lösungen finden.

Der Landkreis geht davon aus, dass in diesem Jahr rund 800 Asylbewerber unterzubringen sind. Damit würden dann rund 1800 Asylbewerber und Flüchtlinge im Kreisgebiet leben. Derzeit sind es rund 1000. Neben den Gemeinschaftsunterkünften – jeweils zwei in Güstrow und Bad Doberan – setzt der Landkreis auf dezentrale Unterkünfte wie in der Güstrower Südstadt sowie künftig auch in Krakow am See und Striesdorf. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen