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Städtebauförderung : Eine in Stein gemeißelte Erfolgsstory

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Alte Domschule in Güstrow und neue Kita in Laage luden zum ersten Tag der Städtebauförderung ein

von
erstellt am 11.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Seit 24 Jahren sind über 100 Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern im Städtebauförderprogramm. Rund 16  000 Projekte wurden seitdem mit 2,8 Milliarden Euro gefördert. Am Sonnabend zeigten Bund, Land und Kommune – die Finanzierung erfolgt regelmäßig in Drittelanteilen – erstmals mit einem gesonderten Tag einige ihrer Prunkstücke einer Erfolgsstory, als die sich die Städtebauförderung erweist. Rein zufällig, so doch nicht ohne Grund, beteiligten sich Laage und Güstrow jeweils mit einer Bildungseinrichtung.

Rund 4 Millionen Euro stecken in der kompletten Sanierung der alten Domschule am Güstrower Domplatz. Dicht drängten sich die Besucher, um der Führung von Dr. Peter Lack vom Güstrower Regionalbüro der Big-Städtebau, dem Sanierungsträger der Kreisstadt, zu folgen. Die Stadt ließ sich das Vorhaben Kredite in Höhe von 2 Millionen kosten, die im Wesentlichen durch Mieteinnahmen vom Landkreis getilgt werden. Nach zehn Jahren des Leerstandes konnte so das historische Gebäude aus der Renaissancezeit wieder seinem Zweck dienen: als Schule, als Gymnasium. Peter Lack findet: „Mit der Domschule kommt sehr gut zum Ausdruck, was mit Städtebauförderung gemeint ist: Bewahrung wertvollen Kulturgutes und gleichzeitig in die Zukunft gerichtet.“

117 Millionen Euro insgesamt sind seit 1991 in die Sanierung der Güstrower Innenstadt geflossen, für Infrastruktur für öffentliche Einrichtungen oder private Projekte. Auf weitere 48 Millionen hofft die Stadt, hat sie doch bis 2025 u.a. noch solch große Vorhaben wie die Sanierung der Gleviner Straße 1 und 10 vor sich oder auch die Umgestaltung von Markt und Franz-Parr-Platz.


Schule, Kita: Investitionen in die Zukunft


In Laage hofft man ebenfalls, bis ins Jahr 2020 Förderanträge stellen zu können. „Das Scheunenviertel bleibt ein Schwerpunkt“, erklärt der für die Recknitzstadt zuständige Big-Mitarbeiter, Frank Claus. Hinzu käme noch einiges in der Innenstadt, darunter manch privates Haus.

Am Sonnabend pilgerten hier die Massen – vor allem Kinder, Eltern und Großeltern – in die neue Kita „Knirpsenland“. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe und den Planern zeichnete Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst den kurzen Weg bis zur Verwirklichung des Neubaus nach. Mit dem neuen Schuljahr sollen hier bis zu 320 Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort Platz finden. Es wird eng, deutet Leiterin Marita Osterloh mit Verweis auf eine Warteliste an, aber: „Elternvertreter und Mitarbeiterinnen haben sich schon umgesehen. Die Vorfreude ist sehr groß!“ Mit dem Höchstsatz von 90 Prozent förderte das Land den 3,6 Millionen teuren Neubau. Auch hier ist die Stadt Bauherr und wird an den Träger der Kita, die Volkssolidarität, verpachten

In Laage stecken in bisher 170 Projekten 26 Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Bürgermeisterin Lochner-Borst nutzte den Ministerbesuch, um für weitere Pläne zu werben: „Das Palliativ- und Hospizzentrum habe ich noch auf dem Zettel. Und auch an der alten Turnhalle muss was gemacht werden…“ Die Erfolgsstory könnte also weitergehen.  

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