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Wir in Gülzow-Prüzen : Eine Image-Größe für die Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei sitzt in Gülzow

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 07:00 Uhr

Wenn es um den Bekanntheitsgrad der Gemeinde Gülzow-Prüzen geht, rühmt Bürgermeister Karl-Heinz Kissmann die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei. „Über 75 Jahre Agrarforschung in Gülzow ist als Image-Größe für eine Gemeinde nicht zu toppen“, hebt Kissmann hervor.

Dr. Kai-Uwe Katroschan (41), seit Mai 2015 Leiter, freut sich über solch ein Lob. Der gebürtige Hesse kam 2010 nach Gülzow. Für ihn ist es deshalb klar, dass er mit den 100 Mitarbeitern in Gülzow (Pflanzenbau, Gartenbau), Dummerstorf (Tierhaltung) und Rostock/Born (Fischerei) weiter dafür sorgen wird, dass die Forschungseinrichtung „fest im Sattel“ sitzt. In Gülzow befindet sich die Zentrale und die Schwerpunkforschung Pflanzenbau. Vor zehn Jahren kam der Gartenbau dazu.

„Unser Pfund, und da sind wir die einzigen, ist das gut funktionierende Versuchswesen auf zahlreichen Feldern“, hebt der Leiter hervor. Geforscht wird in viele Richtungen: Acker- und Pflanzenbau, nachwachsende Rohstoffe und ökologischer Landbau. Gezüchtet wird in Gülzow nicht mehr, sondern es geht mehr um Produktionstechnik und angewandten Pflanzenbau. Einen großen Erfolg verzeichnet die Einrichtung gerade mit der „Gülzower-Hohenheimer Methode“. Dieses statistische Sortenprüfungsverfahren erarbeitete der Gülzower Volker Michel mit der Uni Hohenheim. Katroschan: „Mit den statistischen Ergebnissen haben wir eine belastbare Bewertung wie sich eine Sorte – und wir sprechen hier von sämtlichen Mähdruschfrüchten – für unsere Region eignet.“ Genau auf diese Sortenempfehlungen warten die Landwirte jedes Jahr.

Außerdem geht es um eine effizientere Landwirtschaft. Katroschan nennt eine neue bundesweite Düngeverordnung, die dieses Jahr kommen soll. Das Gülzower Institut übernimmt aber auch Aufgaben über die Landesgrenzen hinaus. Federführend löst es in einer Norddeutschen Kooperation durch Versuche Probleme des Gemüseanbaus in anderen Bundesländern.

Froh ist Katroschan, dass die Forschungsanstalt 2016 an EU-geförderten Vorhaben für die Fischerei weiter arbeiten kann. Bei den Projekten geht es u.a. um das Problem der Verfügbarkeit von Fisch. Was Küsten- und Binnenfischerei in Meeren und Seen ernten, reicht nicht. Aquakulturen könnten eine Lösung sein. Eine Pilot-Kreislaufanlage gibt es in Hohen Wangelin. In der Tierhaltung ist die Frage des Tierwohls und der Tiergesundheit politisch gesetzt.
 

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