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Barlachstiftung Güstrow : „Eine ganz besondere Stimmung“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Fotograf lichtete Barlach-Skulpturen ab / Erstmals Kalender der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow erschienen

Welchen Kalender soll man als Begleiter für das nächste Jahr wählen? Die Angebote dazu füllen allmählich die Schaufenster von Buchhandlungen und Presseshops. Erstmals legt jetzt auch die Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow einen Kalender vor. Er enthält 13 farbige Abbildungen von Skulpturen aus dem Bestand der Stiftung und ist in diesem Monat in einer Startauflage von 500 Exemplaren erschienen. Der Güstrower Fotograf André Hamann hat dabei Werke wie den „Lesenden Klosterschüler“, „Die gefesselte Hexe“, „Tanzende Alte“, „Der Zweifler“ oder „Der Einsame“ fotografiert.

Die Aufnahmen entstanden in der Güstrower Gertrudenkapelle. Hamann bezog dabei die örtlichen Gegebenheiten in seine Arbeit ein. „Als ich beispielsweise die wunderschöne Skulptur ‚Das Wiedersehen’ fotografieren wollte, fiel gerade die Sonne auf die Figur. Das will man eigentlich als Fotograf vermeiden. Hier aber erzeugte das Licht eine ganz besondere Stimmung, die, finde ich, auch auf dem Foto zum Ausdruck kommt“, erzählt er. Außerdem ging der Fotograf einen Paradigmenwechsel ein. Werden Barlachs Werke zumeist vor hellem Hintergrund fotografiert, wählte Hamann einen total dunklen Background. Damit fokussierte er die Sicht auf die Motive und wertete den Kalender optisch auf.

André Hamann studierte Fotografie und arbeitete sieben Jahre als freier Fotograf für die SVZ. Einen Großteil des Jahres verbringt er in anderen Ländern, war unter anderem in Malaysia, Thailand, Australien, Israel sowie in Trinidad und Tobago. Die Arbeit am Kalender habe auch ihn neue Sichten auf die Skulpturen Barlachs vermittelt, versicherte er.

Zu erhalten ist der Kalender in den Museen Gertrudenkapelle, Atelierhaus und Ausstellungsforum-Graphikkabinett. Beziehen kann man ihn auch online über museumsshop@barlach-stiftung.de oder telefonisch bei der Barlachstiftung. Und, vielleicht ein Tipp: der Kalender eignet sich ganz bestimmt als Geschenk für einen Liebhaber Barlachscher Kunst. 



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