SVZ-Wochenend-Interview : Eine Finca auf Mallorca wäre perfekt

Die Schaukel vor dem Sitz des Internationalen Bundes in Güstrow ist Grit Papenhagens kleine Insel. Für kleinere Kunstpausen wirft sie immer mal wieder einen Blick zu ihr nach draußen.
Die Schaukel vor dem Sitz des Internationalen Bundes in Güstrow ist Grit Papenhagens kleine Insel. Für kleinere Kunstpausen wirft sie immer mal wieder einen Blick zu ihr nach draußen.

20 Fragen an Grit Papenhagen / Bei ihr laufen die Fäden des Internationalen Bundes in Güstrow zusammen

svz.de von
12. September 2015, 06:00 Uhr

Seit nunmehr 15 Jahren ist Grit Papenhagen das Gesicht des Internationalen Bundes (IB) in Güstrow. Als Pädagogische Leiterin laufen bei ihr, die Erziehungswissenschaften an der Universität Rostock studierte, die Fäden in den Bereichen Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit zusammen. Die heute 44-Jährige war in ihrer Kindheit und Jugend aktive Leichtathletin bei „Einheit“ Güstrow, darum gehört Ausnahme-Sprinter Usain Bolt auch zu den Menschen, die sie gerne einmal persönlichen treffen und mit Fragen löchern würde.

Um sich den Traum von einem Studium erfüllen zu können, entschloss sich Grit Papenhagen im Jahr 1987 zu einer Berufsausbildung zum Maschinen- und Anlagenmonteur mit Abitur im LMB Güstrow. Heute sagt sie: „Den Beruf wollte ich eigentlich gar nicht lernen; brauchte aber für ein späteres Studium das Abitur.“ Heute ist die gebürtige Güstrowerin in ihrem Traumberuf angekommen und beantwortet nun die 20 Fragen zum Wochenende.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich finde den Darß wunderschön. Ein Spaziergang am Strand von Wustrow nach Ahrenshoop ist einfach traumhaft.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Mit aller Kraft den Ausbau der Thomas-Müntzer-Schule vorantreiben. Ich finde die nun 22-jährige „Übergangslösung“ mit dem Container eine Zumutung für Schüler und Lehrer. Gleichzeitig sollte dort ein neuer Jugendtreff für die Kinder in diesem Stadtteil entstehen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Beruflich und privat bin ich ziemlich viel unterwegs. Am ehesten bin ich aber am Abend bei mir zu Hause in Suckow anzutreffen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Erdbeeren pflücken. Damals gab es noch Erdbeerfelder am Pfahlweg. Für jedes volle Körbchen gab es eine Marke. Am Ende löste man die Marken gegen Bares ein. Das hat sich schon gelohnt.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Mein Trainer hatte damals eine außergewöhnliche Lieferung sehr begehrter Adidas-Turnschuhe erhalten. Wir konnten welche bekommen, wenn wir eine Zuzahlung leisten (ich glaube, es waren 100 Mark). Ich war das stolzeste Mädchen der ganzen Welt, als ich sie endlich anziehen konnte.
Was würden Sie gerne können?
Wenn ich mal ein wenig mehr Zeit habe, möchte ich einen Kalligrafie-Kurs besuchen. Oder aber Gesangsunterricht nehmen, wenigstens bis sich die Menschen in meiner Nähe nicht mehr die Ohrenzuhalten müssen, wenn ich beginne zu singen.
Was stört Sie an anderen?
Ich mag Menschen nicht, die „Wasser predigen und Wein trinken“.
Worüber haben Sie zuletztherzlich gelacht?
Über das Kopfschütteln meines Mannes, als die Kinder mal wieder geschickt versucht haben, seine Ordnungsliebe zu ignorieren. Besonders unsere Tochter ist da sehr erfinderisch.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Mit meiner Tochter im Schwimmbad vom Einmeterbrett um die Wette gehüpft. Mein letzter Sprung, eine „Arschbombe“, hat mächtig gezwiebelt.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Kann ich gar nicht auf eine einzige Person beschränken. Ich finde Menschen toll, die sich echt und uneigennützig ehrenamtlich engagieren, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Den zweiten Band von Anna Todd „After truth“ – leichte Kost, aber trotzdem fesselnd. Ich freue mich schon auf Band drei.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Viele rollen mit den Augen, wenn ich erzähle, dass ich ein großer Lindenstraßen-Fan bin. Ich schaue die Serie seit meiner Kindheit.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Fasching mochte ich schon als Kind nicht, was sich bis heute auch nicht geändert hat. Also auf jeden Fall beim Fußballspiel. Mein Mann und mein Sohn sind große Hansa-Fans, die haben uns Mädels angesteckt. Wenn möglich schauen wir uns gemeinsam auch gerne ein Heimspiel im Ostseestadion an.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Usain Bolt – ein „Teufelskerl“ der Leichtathletik. Gerne würde ich ihn persönlich fragen, wie er schafft, trotz seiner Krankheit Skoliose, seit so vielen Jahren an der Weltspitze zu agieren.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Selbst koche ich am liebsten klassische deutsche Gerichte. Aber meine selbst gemachte Pizza ist zu Hause der Renner.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Ach, das kann ich gar nicht so ganz genau sagen. Aber im Juli beim Lindenberg-Konzert im Berliner Olympiastadion habe ich bei „Wozu sind Kriege da“ eine mörderische Gänsehaut bekommen.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich erinnere mich an eine goldfarbene Tafel Rittersport, die mir mein Mann auf dem Bahnhof kurz vor meiner Abreise zusteckte. Das ist nun schon 25 Jahre her.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
In Planung ist schon eine Reise nach New York mit meiner Freundin Ani und unseren Männern. Hierfür müssen wir allerdings noch etwas sparen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Eine kleine Finca auf Mallorca in Strandnähe wäre schon ein Träumchen für unser letztes Drittel. Wenn uns dort unsere Kinder mit den Enkelkindern besuchen, wäre es perfekt.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Ich schlage Birgit Meier vor. Sie leistet als Kassenwartin beim LAC Mühl Rosin seit Jahren eine sehr verantwortungsvolle Arbeit und ist dabei verdammt akkurat.

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