SVZ-Serie „Ehrensache“ : Eine Aufgabe motiviert ungemein

Marlies Retzlaff  gehört seit vier Jahren zum Vorstand des Seniorenbeirates Güstrow und übernahm jetzt zusätzlich die Kasse.
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Marlies Retzlaff gehört seit vier Jahren zum Vorstand des Seniorenbeirates Güstrow und übernahm jetzt zusätzlich die Kasse.

SVZ-Serie „Ehrensache“: Marlies Retzlaff (70) aus Güstrow ist seit vier Jahren im Vorstand des Seniorenbeirates der Stadt

Sie hat viele Hobbys und bringt sich gern ehrenamtlich ein. Marlies Retzlaff (70) aus Güstrow gehört seit vier Jahren zum Vorstand des Seniorenbeirates der Stadt und übernahm Anfang dieses Jahres zusätzlich die Kasse von Hartwig Reeps. Ebenfalls seit Januar singt Marlies Retzlaff im „Kleinen Chor“ in Güstrow mit. „Es macht Spaß und motiviert, eine Aufgabe zu haben, die einen erfüllt“, sagt die Ruheständlerin, die auch sonst immer etwas zu tun hat.

Da ist zum Beispiel die Urenkelin Frieda zu betreuen. Der Garten rund ums Haus braucht Pflege und das eine oder andere Kleidungsstück von Kindern und Enkeln muss auch mal „repariert“ werden. Dennoch war Marlies Retzlaff nicht abgeneigt, als Helmut Müller sie 2010 ansprach, ob sie im Vorstand des Seniorenbeirates mitarbeiten wolle. „Ich kann sowieso nicht still sitzen und so viel Arbeit ist das nun auch nicht“, beschwichtigt Marlies Retzlaff. Doch Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen des Seniorenbeirates und Veranstaltungen erledigen sich auch nicht von alleine.

In Wittenberg geboren, war Marlies Retzlaff viele Jahre Küchenleiterin im Schlosskrankenhaus Güstrow, bildete Lehrlinge aus und kümmerte sich als gelernte Diätassistentin um Diätenverordnungen. Schon als die Kinder in der Schule waren, arbeitete sie im Elternaktiv mit. Als Marlies Retzlaff 2004 aus dem Job ausstieg, wollte sie natürlich noch etwas tun. „Ich habe gern mit Menschen Kontakt“, erklärt die 70-Jährige. Ihr Ehemann Günter hat sein eigenes Hobby und so suchte sie sich ihre Beschäftigung. Einen Computer allerdings möchte sie nicht. „Lieber stricke und nähe ich, das mache ich gern“, sagt sie.

Das Singen im Chor macht ihr viel Freude. Kürzlich trat sie mit dem „Kleinen Chor“ bei einer Veranstaltung im Theater auf. „Wenn dann noch ein positives Feedback kommt, ist es noch schöner“, sagt sie.

Derzeit kümmert sie sich mit Helmut Müller aber bereits um die Vorbereitung der Weihnachtsfeier für sozial schwache Senioren. „Da gehen wir gemeinsam einkaufen, um dann kleine Überraschungen für die Gäste zu verpacken“, erzählt sie. Und so wird sie auch weiterhin ihre Zeit für andere einsetzen und dabei Freude haben.



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