Tag des offenen Denkmals : Einblicke in „Macht und Pracht“

Ganz verhüllt ist das markante Baudenkmal in der Gleviner Straße 1 in Güstrow zurzeit. Beim Tag des offenen Denkmals gibt es zwei Führungen durch das Haus. Eine Anmeldung ist erforderlich.
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Ganz verhüllt ist das markante Baudenkmal in der Gleviner Straße 1 in Güstrow zurzeit. Beim Tag des offenen Denkmals gibt es zwei Führungen durch das Haus. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Tag des offenen Denkmals am 10. September: Güstrow bietet umfangreiches Programm und verleiht Bauherrenpreis.

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05. September 2017, 21:00 Uhr

Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September öffnen 250 historische Baudenkmale in Mecklenburg-Vorpommern ihre Türen. Rund 50 Denkmale sind an diesem Sonntag im Landkreis zugänglich. Vor allem die Barlachstadt Güstrow beteiligt sich wie in den Vorjahren intensiv an diesem bundesweiten Tag. Eröffnet wird das Programm um 10 Uhr in der Wollhalle durch Bürgermeister Arne Schuldt. Dabei wird der Bauherrenpreis 2017 verliehen, der in diesem Jahr den besten zwischen 2008 und 2016 in der Güstrower Altstadt entstandenen Neubau auszeichnet.

Bis etwa 15 Uhr finden in Güstrow zahlreiche Führungen zu ansonsten nicht zugänglichen Denkmalen oder auch eigens zu dem Motto „Macht und Pracht“ gewählten Themen statt. Der Bogen reicht vom Güstrower Schloss über die Alte Schmiede Am Berge 2, die Schlossstraße 6, die Gleviner Straße 1 („August der Starke“), die
Schnoienstraße 7, das neue Wohnquartier „Gleviner Eck“ und den Markt 29/30 bis zu hin zu einer Führung auf den Spuren der Backsteingotik in Güstrow. Abgeschlossen wird das Programm durch ein Konzert in der Pfarrkirche mit Orgelmusik von Bach und Händel.

In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“. Das Thema besticht durch sehr breite Interpretationsmöglichkeiten. Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit,
Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Vieles davon nimmt man als vollkommen selbstverständlich wahr, einfach weil man das baukulturelle Erbe als gegeben annimmt.

Der Tag des offenen Denkmals 2017 möchte Besucher dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdruckformen von „Macht und Pracht“ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte bewusster auseinanderzusetzen. Jedes Denkmal erzählt viel über die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Zeit seiner Entstehung und Nutzung.

Der Landkreis Rostock eröffnet in diesem Jahr den Tag des offenen Denkmals für Mecklenburg-Vorpommern um 10.30 Uhr im Bad Doberaner Münster. Bereits zuvor ehrt der Landkreis Menschen, die sich ehrenamtlich um Denkmale verdient gemacht haben. Beim Jahresempfang am Freitag, dem 8. September, zeichnen Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und Landrat Sebastian Constien Denkmalschützer und Denkmalpfleger aus. „Gemeinsam mit dem Tag des offenen Denkmals verschaffen wir der wertvollen Arbeit mit historischen Gebäuden, Anlagen und Funden die gebührende Aufmerksamkeit“, ist sich Constien sicher.

Güstrow: Tag des offenen Denkmals am Sonntag:

Wollhalle
• 10 Uhr Eröffnung und Verleihung des Bauherrenpreises 2017 für den besten Neubau 2008 bis 2016
• 10.30 Uhr Vortrag: Von der Reformation in Güstrow und ihren Denkmalen
• 11 bis 16 Uhr Ausstellung: Neues Bauen neben alter Pracht
Schloss
• 11 Uhr „Ein festes Haus für den Landesherrn“, baugeschichtlicher Rundgang
• 15 Uhr „Die Farben der Macht“, Rundgang zur Raumfarbigkeit auf Schloss Güstrow
Am Berge 2
• 11.30 bis 14 Uhr Haus unter dem Bauhammer: „Alte Schmiede Am Berge“, Sanierung eines Denkmals mit historischem Hintergrund, Vorstellung und Rundgang
Schloßstraße 6
• 11 und 14 Uhr „Historischer Bau mit vielen Gesichtern“, Sanierung der ehemaligen Herberge, Schule, Altenheim, Führungen (Anmeldung erforderlich)
Gleviner Straße 1
• 11 und 14 Uhr „Alte Baukunst – Neue Pracht“, markantes Eckgebäude wird saniert, Führungen (Anmeldung erforderlich)
Schnoienstraße 7
• 12 bis 15 Uhr „Enthüllung eines Hauses“, Sanierung eines ehemaligen Wächterhauses
Gleviner Straße 14
• 12 bis 14 Uhr Einblicke ins neue Wohnquartier „Gleviner Ecke“
Markt 29/30
• 11.30 und 13 Uhr „Verloren gegangenes ersetzen“, Führungen
Backsteingotik
• 10.30 und 13 Uhr „Auf den Spuren der roten Steine“, Führungen, Treffpunkt: Güstrow Information, Franz-Parr-Platz 10
Pfarrkirche
• 15 bis 15.30 Uhr Orgelmusik von Bach und Händel


Anmeldungen unter Telefon 0 38 43/76 94 41
(Das Betreten der geöffneten Gebäude und Gelände erfolgt auf eigene Gefahr, informiert die Stadtverwaltung Güstrow)

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