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Verabschiedung : Ein SVZ-Urgestein aus Güstrow geht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Langjähriger Leiter der SVZ-Lokalredaktion offiziell in Ruhestand verabschiedet

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Knallhart recherchierte Hintergrundberichte, bunte Reportagen oder einfühlsame Porträts von Menschen in Güstrow und der Umgebung – Hans-Jürgen Kowalzik hat in seiner 38-jährigen Tätigkeit für die Schweriner Volkszeitung die gesamte Bandbreite des Journalismus abgedeckt. Gestern wurde der 63-Jährige, der die SVZ-Lokalredaktion Güstrow mehr als zwei Jahrzehnte leitete, offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Honoratioren aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und unserem medienhaus:nord würdigten das Güstrower Urgestein und wünschten dem Vollblutjournalisten alles Gute für die Zukunft. Darunter auch der Güstrower Bürgerrechtler Heiko Lietz.

Andreas Gruczek, Geschäftsführer des Zeitungsverlages Schwerin, würdigte in seiner Rede die Lebensleistung von Hans-Jürgen Kowalzik. „Wir hätten ihren Rentenantritt gerne noch vor uns hergeschoben“, gab er unumwunden zu. „Ich wünsche mir, dass wir noch lange miteinander zu tun haben.“ Auf eigenen Wunsch will Hans-Jürgen Kowalzik, auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, noch weiter für die Schweriner Volkszeitung als freier Journalist schreiben.

Auch Stefan Koslik, stellvertretender Chefredakteur der SVZ und langjähriger Weggefährte von Hans-Jürgen Kowalzik, sprach dem 63-Jährigen seine Anerkennung aus. „Du bist einfach der Güstrower. Es gibt kaum einen Güstrower, den du nicht kennst.“ Er würdigte vor allem auch das große Herz Hans-Jürgen Kowalziks für den Güstrower Sport, besonders den Speedway. Immer wieder und unermüdlich habe er sich für seine Heimatstadt stark gemacht, so Koslik. „Du bist ein wunderbarer Kollege. Es war mir eine Ehre mit dir zusammenzuarbeiten“, sagte Stefan Koslik und blickte Hans-Jürgen Kowalzik dabei in die Augen.

Gerührt nahm dieser die Würdigungen entgegen. Besonders die Revolution 1989 nannte Hans-Jürgen Kowalzik eine entscheidende Wende in seinem Berufsleben. „Waren wir vorher von Ideologie getrieben, waren wir nun endlich frei im Journalismus“, sagt er. Mit Heiko Lietz – Gesicht der friedlichen Revolution in Güstrow – erinnerte er sich gestern an die Zeit des Umbruchs, an viele, viele Gespräche. „Ich wünsche mir, dass er seinen kritischen Blick bewahrt und ein waches Mitglied der Gesellschaft bleibt“, so Lietz.

 

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