Jugend forscht : Ein soziales Netzwerk für die Schule

Friedrich Michel (l.) und Eric Schätz vom Brinckmangymnasium nahmen mit dem Projekt „StuPaC – ein soziales Netzwerk für die Schule“ am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil.
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Friedrich Michel (l.) und Eric Schätz vom Brinckmangymnasium nahmen mit dem Projekt „StuPaC – ein soziales Netzwerk für die Schule“ am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil.

Die Güstrower Schüler Eric Schätz und Friedrich Michel sind echte Tüftler. Sie programmierten eine Plattform für ein soziales Netzwerk, das speziell auf die Erfordernisse an Schulen zugeschnitten ist.

svz.de von
20. März 2014, 06:00 Uhr

Mit dem Rundgang von Kultusminister Matthias Brodkorb (SPD) und der Preisvergabe an die Sieger ging gestern der 24. Landeswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ in Rostock zu Ende. Zwei Tage hatten 90 Schüler in 45 Teams Forschungsprojekte in sieben Fachgebieten vorgestellt.

Bereits zum vierten Mal am Wettbewerb nahm Eric Schätz vom Güstrower Brinckmangymnasium teil. Gemeinsam mit Friedrich Michel programmierte er eine Plattform für ein soziales Netzwerk, das speziell auf die Erfordernisse an Schulen zugeschnitten ist. „Es gibt bereits schulische Plattformen, aber die sind nicht immer leicht in der Anwendung und haben zudem den entscheidenden Nachteil, dass sie mehr informativ und weniger kommunikativ sind. Soziale Netzwerke wie Facebook und andere wiederum vermengen Schulisches und Privates und sind so für die Anforderungen im Schulbetrieb eher ungeeignet“, erläutert Friedrich Michel. In dem von den beiden 19-Jährigen entwickelten Programm können Hausaufgabenstellungen für alle Teilnehmer eines Kurses bereitgestellt werden. Darüber hinaus bietet das Netzwerk einen Gruppenchat, in dem Fragen zum aktuellen Unterrichtsgeschehen von allen Teilnehmern diskutiert werden können. Eric und Friedrich arbeiten an der Entwicklung einer App, um das Projekt auch über Smartphones verfügbar zumachen.

Das Netzwerk befindet sich gegenwärtig in der Testphase. „Wir haben an unserer Schule 20 Schüler und einen Lehrer dafür gewonnen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer nutzt die Plattform bereits täglich“, sagt Eric Schätz. Wenn alles gut geht, soll die Plattform im nächsten Jahr komplett am Gymnasium installiert werden. Dann freilich werden die beiden jungen Forscher bereits ihr Abitur abgelegt haben.

Eric und Friedrich haben sich sehr intensiv mit der Problematik beschäftigt. Mehrere 100 Stunden hätten sie in der Freizeit dafür verwandt. Unterstützung bekamen sie von Peter Schmedemann über das Bilse-Projekt „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“. Über dieses Netzwerk wurden 13 Schülerteams aus Schulen in Rostock, Bützow und Güstrow betreut, die ihre Ergebnisse jetzt bei „Jugend forscht“ vorgestellt haben.




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