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Stadtsanierung : „Ein Schmuckstück geworden“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Altstadtsanierung in Krakow am See vor dem Abschluss / Mit Städtebauförderung 22,8 Millionen Euro in 25 Jahren eingesetzt

von
erstellt am 07.Jul.2015 | 06:00 Uhr

25 Jahre Städtebauförderung – auch in Krakow am See darf das als Erfolgsgeschichte geschrieben werden. Im nächsten Jahr, dann ist das Vierteljahrhundert voll, wird die mit Mitteln aus Land und Bund geförderte Altstadtsanierung im Luftkurort ihren Abschluss finden, weitere Förderung aus diesem besonderen Topf ist für Krakow am See nicht vorgesehen.

Ziemlich genau 22,75 Millionen Euro werden dann in modernisierten Krakower Straßenzügen und Häusern stecken. „Krakow am See ist ein kleines Schmuckstück geworden“, stellt Peter Kahl, Projektleiter vom Sanierungsträger GOS (Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung mbH) für die Altstadtsanierung des Luftkurortes erfreut fest. Das Städtchen habe aber auch gutes Potenzial für gelingende Sanierung mitgebracht: einen funktionierenden Stadtgrundriss mit relativ wenigen Baulücken.

Gut 7 Millionen Euro kamen direkt von Bund und Land seit 1991 in den Fördertopf, rechnet Kahl zusammen. Komplementiert wird das durch ein Drittel kommunalen Anteil, also knapp 2,7 Millionen. Etwa 2,2 Millionen Euro legte die Stadt zusätzlich drauf, um verschiedene Projekte über die regulären Anteile hinaus ebenfalls noch zu befördern. Dabei profitierte das Stadtbild noch von einem besonderen, einer Art Zinseszins-Effekt des Städtebauförderungsprogramms: Ausgleichsbeträge der unterstützten Grundstückseigentümer sowie Bewirtschaftungserträge fließen zurück in den Fördertopf – und konnten wiederum in weitere Vorhaben gesteckt werden. Dies alles plus Kredite oder auch vor einigen Jahren noch ABM-Mittel machen zusammen die knapp 22,8 Millionen Euro Gesamtausgaben aus.


Ziele fast alle erreicht, Feierhalle bleibt Thema


Die Ziele der Altstadtsanierung seien im wesentlichen erreicht, sagt Peter Kahl und nennt einige prägnante Projekte: Sanierung von Rathaus und Alter Schule, Bau mit Sanierung Jugendklub, die gesamte Gestaltung der Seepromenade mit dem Hüden, die Wedenstraße 8 oder auch die anschließend privatisierte Plauer Straße 2, ganze Straßenzüge wie die Goldberger/Güstrower Straße… Hinzu kommen rund 130 private Wohn- und Geschäftshäuser, die „kleinteilig“ gefördert wurden. „Es wurde jede Straße in der Altstadt komplett saniert, das schafft nicht jede Stadt“, weiß Projektleiter Kahl. Als letztes großes Bonbon zählt Kahl den Neubau des Sportplatzes zur Bilanz hinzu, wenngleich der nicht im Sanierungsgebiet liegt, aber auch das habe noch geklappt.

Und doch konnten nicht alle Wünsche erfüllt werden. So müsse die Feierhalle auf dem Friedhof weiter ein Dauerbrenner bleiben. Kahl stand da vor einer gesetzlichen Klippe: „Die haben wir leider nicht reinbekommen.“ Und für den Anliegerweg alte Stadtgrenze, also die rückwärtige Erschließung der Grundstücke entlang des Marktbereiches, kommt das Ende der Stadtsanierung schneller als die Umsetzung. „Für solch eine Kleinstadt wurde aber recht viel geschafft“, schätzt Kahl ein.

Als letztes großes Vorhaben steht noch die Förderung des DRK-Neubaus für eine Sozialstation mit Tagespflege in der Plauer Straße an. Im August könnte der Baubeginn der neuen Nummern 12 bis 14 sein, so dass das Gesamtprojekt Altstadtsanierung satzungsgemäß im nächsten Jahr abgeschlossen werden kann.

Übrig blieben jetzt noch rund 128  000 Euro, die für sogenannte kleinteilige Maßnahmen durch private Bauherren zur Verfügung stehen. Über die Vergabe entscheidet demnächst der Bauausschuss. Bürgermeister Wolfgang Geistert: „Gerne möchten wir alles ausgeben.“

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