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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 00:27 Uhr

Freier Blick : Ein Platz öffnet sich wieder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Heiliggeisthof jetzt für die Öffentlichkeit voll begehbar / Schulhof verlegt

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 23:00 Uhr

Tore öffnen sich am Heiliggeisthof. Wo heute noch der Zaun als letztes Relikt des einstigen Schulhofes steht, wird auch diese überflüssig gewordene Absperrung bald fallen. Mit der Komplettsanierung der Kerstingschule, in deren Zuge der Schulhof auf die Rückseite des Komplexes verlegt wurde eröffnen sich neue Sichten und neue Perspektiven für das dreiseitige Ensemble Heiliggeistkirche, Schule, Wohnhäuser. Jahrelang musste die Fläche zur Sicherheit der Schulkinder abgesperrt bleiben, gesichert mit einem Zaun und einer Hecke. Im Dezember sind die vorläufig letzten Arbeiten zur Herrichtung der Fläche abgeschlossen worden. Der breite Weg zwischen der Gleviner Straße und dem Schuleingang ist als so genannte wassergebundene Oberfläche ausgeführt worden. Zwischen den beiden Eingängen in die Schule – zentral in der Mitte und davon rechtsseitig – ist die Fläche jetzt gepflastert. Der zentrale Eingang zur Schule ist neu gestaltet und mit Geländer versehen.

Für die Stadt sei es wichtig und schön, dass das gesamte „Ensemble wieder als Ganzes erlebbar“ ist, meint Stadtsprecherin Karin Bartock. Besonders profitieren könnte von der neuen Erlebbarkeit des Platzes das Norddeutsche Krippenmuseum in der Heilig-Geist-Kirche. Der separate Eingang entlang der Kirchenmauer war immer leicht zu übersehen, selbst manche Güstrower liefen vorbei, ohne sich bewusst zu sein, welch kultureller Schatz hier zugänglich ist.

Mindestens bis ins Jahr 1308 reicht die Geschichte des gotischen Backsteinbaus und damit der angrenzenden Fläche zurück. Als Hospital gebaut, zur Kirche gewandelt und zuletzt als Baustofflager genutzt, findet das bedeutende mittelalterliche Baudenkmal nach seiner umfassenden Sanierung mit der Aufnahme der Weihnachtskrippen aus der Stiftung Mechthild und Dr. Rudolf Ringguth seit sieben Jahren eine ganz neue Bestimmung.

Vielleicht wird der Heiliggeisthof ja mal noch weiter gestaltet, mutmaßt Klaus Gregor. Ein paar Bänke zwischen den Bäumen könnte sich der ehrenamtliche Mitarbeiter der Weihnachtskrippenstiftung gut vorstellen, vielleicht auch etwas mehr Bewuchs: „Aber man muss auch nicht alles perfekt vorausplanen. Hier können sich ja noch Ideen entwickeln.“ Vielleicht ja auch für einen kleinen temporären Markt? Oder einfach als Ruhepunkt im Trubel der Stadt? 

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