Landkreis Rostock : Ein paar Tropfen für Vereine

Karen Larisch Güstrow
Karen Larisch Güstrow

Landkreis Rostock unterstützt Vereine und Verbände der freien Wohlfahrtspflege mit 50 500 Euro

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14. August 2015, 04:27 Uhr

Leistungen auf dem Gebiet der freien Wohlfahrtspflege unterstützt der Landkreis in diesem Jahr mit rund 50 500 Euro. Über die Vergabe der Mittel entschieden jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Familie, Senioren, Soziales und Gesundheit. Was sich im Amtsdeutsch ein bisschen sperrig anhört, ermöglicht es vielen Vereinen und Verbänden, die sich um Menschen in Notlagen kümmern, die Senioren ebenso wie Benachteiligten helfen und deren Leben hier und da ein bisschen angenehmer gestalten, weiterhin ihre Aufgaben zu erfüllen.

Unterstützt werden allgemeine Beratungsstellen zusammen mit knapp 15 000 Euro (beantragt mehr als 21 000 Euro).Zuwendungen gehen u.a. an die Verbraucherzentrale, die Caritas und den DRK-Kreisverband für das Seniorenbüro, den Seniorensport und sechs Kleiderkammern. Diskutiert wurde im Ausschuss, ob der Landkreis die Beratungsangebote des Sozialverbandes Deutschland und des Sozialverbandes VdK wirklich finanziell fördern müsse. Je 850 Euro erhalten beide Verbände. „Bevor wir im nächsten Jahr wieder entscheiden, sollten wir die Verbände anhören“, schlug Karen Larisch, die als stellvertretende Ausschussvorsitzende die Sitzung leitete, vor und erhielt Zustimmung aus der Runde.

5440 Euro gehen an Selbsthilfegruppen wie u.a. die Multiple-Sklerose-Gesellschaft, der Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten, das Blaue Kreuz und die Selbsthilfegruppe nach Krebs.

Hinzu kommen spezielle Beratungsstellen wie das Aphasiker-Zentrum MV, der Elternverband hörgeschädigter Kinder, der Arche-Verein und das Centrum für sexuelle Gesundheit (CSG) in Rostock, das auch für den Landkreis Rostock zuständig ist.Vorgeschlagen war auch eine Zuwendung an den Beirat für Menschen mit Behinderung und chronische Erkrankungen Güstrow. Der möchte ein variabel einsetzbares Fahrzeug mit Rollstuhlrampe kaufen und hofft in erster Linie auf Geld aus der „Aktion Mensch“. Da eine Entscheidung von dieser Seite 2015 kaum noch zu erwarten sei, verteilten die Ausschussmitglieder 1500 Euro zu Gunsten des Elternverbandes hörgeschädigter Kinder und des CSG.

Nach Beschluss und Genehmigung des Kreishaushaltes waren im Sozialamt die Anträge geprüft und dem Ausschuss ein Entscheidungsvorschlag vorgelegt worden. Dem folgten die Ausschussmitglieder bis auf die erwähnte Änderung. Dies allerdings nicht ohne zuvor eine altbekannte Diskussion über den Begriff der „freiwilligen Leistungen“ zu führen. So ganz freiwillig sei manches nicht, betonte Larisch. „Vielfach ist die Förderung durch das Land daran gebunden, dass auch der Landkreis das Angebot unterstützt“, erklärt Larisch und sieht den Kreis in diesen Fällen eher in der Pflicht. Dies gelte z.B. für das Angebot von Schwangerschaftskonfliktberatungen, die mit 90 Prozent über das Sozialministerium des Landes gefördert werden. Mit fünf Prozent unterstützt der Landkreis die Gesamtausgabe.  

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