Weihnachtsfeier : Ein Nachmittag im Advent

Lukas Ta Long (2.v.l.) und Sophie Jackisch gehörten zu den Kindern, die unter anderem Gisela Werwath (l.) und Sabine Reinhardt (r.)  erfreuten.
Lukas Ta Long (2.v.l.) und Sophie Jackisch gehörten zu den Kindern, die unter anderem Gisela Werwath (l.) und Sabine Reinhardt (r.) erfreuten.

Güstrow: Beirat lud sozial schwache Senioren ein

svz.de von
12. Dezember 2013, 08:00 Uhr

„So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit“ – mit diesem bekannten Lied erfreuten Kinder der Kindertagesstätte „Kinderland“ ältere Bürger Güstrows. Der Seniorenbeirat der Stadt hatte sozial schwache Senioren ins Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt im Magdalenenluster Weg eingeladen, um ihnen einen schönen Nachmittag in der Adventszeit zu gestalten.

Der „Kleine Chor“ sang Weihnachtslieder und die Kinder erfreuten mit ihrem Programm. „Es ist immer schön, wenn die Kinder singen“, sagt Gisela Werwath (70). „Das Singen von alten Weihnachtsliedern mag ich gern“, fügt sie hinzu. Auch ihrer Freundin Sabine Reinhardt (68) hat es gut gefallen. „Ich werde auch Weihnachten allein verbringen, weil meine Kinder in alle Winde verstreut sind“, sagt sie. Da ließ das Programm der Kinder die Herzen höher schlagen.

Insgesamt hatte der Seniorenbeirat 50 Frauen und Männer eingeladen. Etwa halb so viele waren gekommen. „Diejenigen, die heute krank geworden sind, bekommen ihren gefüllten Beutel nach Hause gebracht“, sagt der Vorsitzende Helmut Müller. Zusätzlich würden 30 weitere mit weihnachtlichen Leckereien gefüllte Beutel zu Bedürftigen nach Hause gebracht. Es sei aber immer schwieriger herauszufinden, wer tatsächlich wenig zum Leben habe, lässt Bärbel Nützmann, Seniorenbeauftragte der Stadt wissen. Viele kenne sie noch von früher. Doch heute würde ihr kaum Auskunft gegeben, wer von sozialer Armut betroffen sei.

Für Gisela Werwath und Sabine Reinhardt jedenfalls war es ein angenehmer Nachmittag mit Kuchen, Kaffee und vielen Gesprächen. Einen Wunsch aber hätten sie für künftige Treffen. Wenn alle an einer großen Tafel säßen, wäre das viel schöner, findet Gisela Werwath. Dann könnte man sich besser unterhalten und kennen lernen, als wenn man an Vierertischen sitzt.

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