Neue kita : Ein Montag wie kein anderer

Anke Pries ist begeistert von der neuen Kita. Sohn Veit muss sich wohl erst an die neue Umgebung gewöhnen.
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Anke Pries ist begeistert von der neuen Kita. Sohn Veit muss sich wohl erst an die neue Umgebung gewöhnen.

Erster Tag in der neuen Kindertagesstätte in Laage / Viel Lob, viel Aufregung, viel Staunen

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11. August 2015, 02:20 Uhr

Groß war die Aufregung gestern in Laage. Die Kindertagesstätte „Kinderland“ befindet sich in ihrem neuen Domizil. Schon um 5.45 Uhr waren Leiterin Marita Osterloh und ihre Stellvertreterin Monique Larisch an ihrem neuen Arbeitsplatz erschienen. Um sechs Uhr brachten die ersten Eltern ihre Kinder. „Wir haben es uns nicht nehmen lassen heute alle persönlich in ihre neuen Gruppenräume zu bringen“, berichtet Marita Osterloh. Die strahlenden Kinderaugen seien der Lohn für viel, viel Arbeit in den vergangenen Wochen. Da habe man sich nicht entgehen lassen wollen.


„Da möchte man selbst noch einmal Kind sein“


Manche Eltern hätten ihre Kinder ein bisschen früher gebracht als sonst. „Alle waren so neugierig“, erklärt die Kita-Leiterin. Natürlich haben die Mädchen und Jungen in den vergangenen Wochen schon mal in ihr neues Domizil geguckt. „Sie haben sich so darauf gefreut, dass letztens jemand fragte: ,Wann ziehen wir endlich in unser Kinderhotel?’“, berichtet Marita Osterloh freudestrahlend. Genau 114 Kinder waren gestern gekommen. Es ist Urlaubszeit. Ausgelegt ist die neue Kita im Krippenbereich für 42 Kinder und im Kindergarten für 105 Mädchen und Jungen. Der Hort hat 132 Plätze. Das entspricht der bisherigen Kapazität. 24 Erzieherinnen und ein Erzieher kümmern sich um die Kinder.

Eigentlich hatte Marita Osterloh ein bisschen Wehmut erwartet. Jahrzehnte hatte sie im Kitagebäude an der Rudolf-Harbig-Straße gearbeitete. Das sollte vor Jahren saniert werden. Doch es kam der Anlageskandal der Volkssolidarität (VS) als Träger der Kita dazwischen. Mit viel Engagement und Verständnis für die Situation habe man die Zeit überstanden. „Es war jetzt auch nicht mehr zumutbar“, urteilt Anke Prieß, die gestern Sohn Veit in die Einrichtung brachte. „Es ist wunderschön“, sagt die Mutter und fügt hinzu: „Da möchte man selbst noch einmal Kind sein und in diese Kita gehen.“ Übrigens war die Laagerin selbst in die alte Kita gegangen. Die heutige Chefin war ihre Erzieherin.

„Es ist gut so, dachte ich, als ich heute Morgen zur Arbeit kam“, sagt Susanne Schulze. Gleich nach der Ausbildung war sie vor 39 Jahren in die Laager Kita gekommen. Beim Ausräumen seien all die Jahre noch einmal an ihr vorbeigezogen, erzählt die Erzieherin. Gerade war sie mit ihrer Sternchengruppe wieder ins Haus gekommen, als sich auch Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst im Haus umsah. Die Kinder zeigten ihr alles. Gern lies sie sich mit ihnen in der Lümmelecke nieder. „Ich bin sehr zufrieden und freue mich darauf, wenn nach der Ferienzeit das Haus so richtig voll ist“, äußert Laages Bürgermeisterin. Es sei ein zweckmäßiger Bau ohne Schnörkel. Bewähren müsse er sich in den nächsten Monaten. Es war die Stadt, die sich in der besonderen Situation des VS-Kreisverband Mittleres Mecklenburg entschloss, eine Kindertagesstätte bauen zu lassen und diese dann an die VS als Träger zu vermieten. Rund 3,6 Millionen Euro wurden investiert, jede Möglichkeit einer Förderung ausgeschöpft, so dass die Stadt am Ende 365 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen musste. Offizielle Einweihung mit großem Bahnhof ist am 11. September. 

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