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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 22:34 Uhr

Tierschutz Laage : Ein Leben für die Fellnasen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das Team des Tierheims Rostock-Laage kümmert sich liebevoll um seine Schützlinge – ein eigenes Fahrzeug, ein Zaun und weitere Helfer fehlen.

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Trotz des regnerischen Wetters zog es viele Besucher am Sonntag auf das Geländes des Tierheims Rostock-Laage. Liebevoll hatte das Tierheimteam ein kleines Fest mit Hüpfburg, Tombola und einigen Ständen rund ums Tier auf die Beine gestellt. „Wir wollen den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Viele haben eine eher negative Einstellung zum Tierheim und wir wollen zeigen, dass es ganz anders ist“, erklärt Tierheimleiterin Denise Gattas die Idee hinter dem Tierheimfest. Am Sonntag ging es daher nicht um die Vermittlung von Tieren, sondern um das Gespräch mit den Gästen. „Darum haben wir uns für Catering und Aktionen Unterstützung geholt, damit wir Mitarbeiter Zeit haben alle Fragen rund um unsere Arbeit zu beantworten“, sagt Denise Gattas weiter.

Seit 2011 leitet sie das Tierheim und ist eher durch Zufall dazu gekommen. Erfahrungen hatte sie aber schon vorher – als Hundetrainerin für Welpen, junge Hunde und Problemhunde. Zu ihrem Team gehören mit Petra Gaitzsch, Marion Ockendorf, Cordula Czinzoll und Susanne Frankenfeld vier erfahrene Tierpflegerinnen, die hier als geringfügig Beschäftigte angestellt sind und sehr viel im Ehrenamt leisten. „Es ist ein tolles Team, auf das ich mich immer verlassen kann“, sagt Denise Gattas stolz. Auch ihre Tochter Cindy hilft kräftig mit. „Sie kümmert sich um den Internetauftritt, Facebook und die Werbung“, ergänzt die Tierheimleiterin, die weiß, dass solche Medien unerlässlich sind – gerade bei der Vermittlung der Tiere.

Derzeit werden 15 Hunde und 35 Katzen – darunter auch einige Wildkatzen – vom Tierheimteam betreut. „Und das macht ganz schön Arbeit“, gibt Denise Gattas, die selbst noch zwei weitere Jobs hat, zu. Aufgeben sei für sie aber nie in Frage gekommen. „Das ist eine Herzenssache und ein dankbarer Job“, sagt sie. Obgleich auch schwere Zeiten dazu gehören – beispielsweise, wenn Tiere eingeschläfert werden müssen. „Die Tiere sind ja wie unsere eigenen. Das ist nie leicht“, fügt Gattas hinzu.

Neu in diesem Jahr ist die Kooperation mit dem Verein Deutschland sagt Nein (DsN), der ein Tierheim im rumänischen Giurgiu betreiben. „Im April haben wir zum ersten Mal acht Hunde aus Rumänien aufgenommen und bis auf einen auch alle vermittelt. Am 15. Juli kommt noch ein Schwung mit 15 Tieren“, sagt Denise Gattas, die weiß, dass aus den Tieren mit viel Geduld ganz tolle Familienhunde werden. Für die Zukunft wünscht sich das Team ein eigenes Fahrzeug und einen Zaun für das Nachbargrundstück, dass ihnen die Stadt zur Verfügung gestellt hat, ohne Zaun aber schlecht nutzbar ist. „Auch ein paar Helfer, die dauerhaft bleiben, wären toll“, sagt Denise Gattas.

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