Vereine in der Region : Ein Höhepunkt in jedem Monat

Vereinsvorsitzende Roswitha Niemann spricht mit Helmut und Inge Otte (v.l.) über Details einer geplanten Veranstaltung.
Vereinsvorsitzende Roswitha Niemann spricht mit Helmut und Inge Otte (v.l.) über Details einer geplanten Veranstaltung.

Geselligkeits-Verein Mistorf hat sich aus einer Ortsgruppe der Volkssolidarität heraus entwickelt.

svz.de von
12. Februar 2018, 12:00 Uhr

Knapp über zwei Jahre gibt es den Geselligkeits-Verein Mistorf (GVM). Hervorgegangen ist er Anfang 2016 aus der Ortsgruppe der Volkssolidarität Mistorf. „Als 2015 der Skandal um die Immobilienfondsgesellschaften der Volkssolidarität hochkochte, haben wir uns in der Gruppe zusammengesetzt. Immer mehr Leute traten aus und wollten nichts mehr mit der VS zu tun haben. So beschlossen wir, uns als Geselligkeits-Verein selbstständig zu machen“, erzählt Roswitha Niemann. Die Vereinsvorsitzende versichert, dass das damals eine gute Entscheidung war. Die Mitgliederzahlen stabilisierten sich, neue Mitstreiter konnten gewonnen werden.

Wenn sie einen Wunsch hätte, dann den, dass jüngere Interessenten für die Mitarbeit gewonnen werden. Das Durchschnittsalter beträgt 72 Jahre, das jüngste Mitglied zählt 52 Lenze. „Im Verein bieten sich gute Möglichkeiten für einen Gedankenaustausch zwischen Jung und Alt. Beide Seiten würden profitieren. Und es kann ja nicht schaden, wenn frischer Wind in den GVM kommt“, argumentiert Roswitha Niemann.

Dabei ist der Verein alles andere als ein Kaffeekränzchen-Treff. In jedem Monat findet sich eine Aktivität im Programm, die auch dem Gemeindeleben gut zu Gesicht steht. Mal wird zu einem Vortrag zu Gesundheitsthemen eingeladen, mal geht es mit dem Bus zu einem attraktiven Ziel, mal steht ein Tanz- oder ein Grillnachmittag im Kalender.

„Unsere Mitglieder suchen die Geselligkeit, keiner will allein durchs Leben gehen“, sagt Vorstandsmitglied Helmut Otte. Der 70-jährige, der über fünf Jahre das Bürgermeisteramt in Hohen Sprenz ausübte, ist seit 2008 erblindet. Das hindert ihn aber nicht daran, das Vereinsleben mit immer neuen Ideen zu bereichern. So kreierte er als Willkommensgeschenk für neue Mitglieder eine Kaffeetasse mit dem Vereinslogo, entwarf Mitgliederausweis, Kugelschreiber und Anstecker. Gemeinsam mit seiner Frau Inge, ebenfalls im Vorstand aktiv, gibt er vierteljährlich ein Info-Blatt des Vereins heraus. Darin finden sich die Vorhaben der nächsten drei Monate, Geburtstagsglückwünsche für Vereinsmitglieder, Nachrichten und Informationen aus der Gemeinde und immer auch ein leckeres Rezept.

Gerade erschienen ist das Info-Blatt für das nächste Quartal. Darin wird der Frühling auf dem Titelblatt mit einem kleinen Gedicht von Helmut Otte begrüßt. „Mir fällt oft so etwas ein. Das diktiere ich dann meiner Frau“, erzählt er. Inge Otte ist auch für das Layout des kleinen Vereinsblattes zuständig. Regelmäßig trifft sich der Vorstand im Wohnzimmer der Ottes, um neue Vorhaben zu besprechen.


Die Veranstaltungen in diesem Jahr

Für dieses Jahr sind folgende Aktivitäten geplant: Im Februar ein Bingo-Nachmittag und im März die traditionelle Frauentagsfeier. Im April steht das Frühlingsfest, das mit anderen Gruppen und Vereinen in Goldewin gefeiert wird, im Kalender. Im Mai hält eine Podologin einen Vortrag und im Juni folgt ein Dia-Abend über den Hamburger Tiergarten Hagenbeck. Im Juli wird zum Tanztee eingeladen, wobei Inge Otte als Discjockey auftritt. Eine Busfahrt zum Salzhaff in Rerik folgt im Juli, ein Grillnachmittag im August und ein weiterer Gesundheitsvortrag im September. Herbstfest, Spielenachmittag und Weihnachtsfeier folgen im letzten Quartal. „Geselligkeit ist bei allen Veranstaltungen garantiert, so wie es unser Vereinsname verspricht“, sagt Roswitha Niemann.
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