Karneval : Ein „Helau!“ auf die neue Session

Ausgelassene Stimmung in Laage: Stadtvertretervorsteher Jürgen Schwießelmann, 2. Stadträtin Marion Hünecke, Holger Anders, designierter Bürgermeister, und CCL-Präsident Thomas Suhr (von links)
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Ausgelassene Stimmung in Laage: Stadtvertretervorsteher Jürgen Schwießelmann, 2. Stadträtin Marion Hünecke, Holger Anders, designierter Bürgermeister, und CCL-Präsident Thomas Suhr (von links)

Karnevalvereine der Region nutzten die Gelegenheit des Sonnabends zur Eröffnung der Faschingszeit.

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12. November 2017, 20:30 Uhr

Die Narren sind los in den Faschingshochburgen der Region. Mit einem den feiergünstigen Sonnabend treffenden 11.11. übernahmen sie für die „fünfte Jahreszeit“ zumeist zünftig die Macht.

Güstrow

„Bürgermeister raus!“ forderten kleine und große Narren um 11.11 Uhr lautstark vor dem Güstrower Rathaus. Nach kurzem Gerangel war Arne Schuldt den Rathausschlüssel mal wieder los. Die Karnevalisten hatten auch gleich Ideen, was sie mit der Macht anfangen wollen. „Vor die Ecolea gehört ein Fußgängerüberweg und der Kreisverkehr im Industriegelände sollte abgeschafft werden“, forderte GCC-Präsident Marko Klugmann. Seine Vize, Isabell Kitta, dankte Kindern, Eltern, Lehrern und Erziehern, die dem Aufruf des Güstrower Carnevalsclubs gefolgt und mit phantasievoll gestalteten Wägelchen auf den Markt gekommen waren. Die elf Vorschläge werden zur Abstimmung auf die Facebook-Seite des GCC gestellt. Auf die Gewinner warten schöne, von Firmen und Einrichtungen bereit gestellte Preise. Nach dem erfolgreichen Rathaussturm feierten Kinder und Erwachsene bei Bratwurst, Tanz und Spiel den Beginn der fünften Jahreszeit im Bürgerhaus.

Weitendorf

In Laage muss sich der Bürgermeister bekanntlich zur Schlüsselübergabe auch noch teilen. Gefeiert wird hier seit jeher nicht nur in der Amts-Hauptstadt, sondern auch im angegliederten Weitendorf. Die närrische Doppelherrschaft funktioniert in der Regel gut – offizielle Zeremoniells eingeschlossen. Und so eilte denn die 1. Stadträtin, Peter Müller, am Sonnabend in den kleinen Ortsteil, um ja pünktlich um 11.11 Uhr den Rathaus(zweit)schlüssel an WKV-Präsident Marcel Juckel zu übergeben.

Weil der den Karnevalisten vom Weitendorfer Karnevalverein zugeneigte Land-Wirt in diesem Jahr nicht zu Hause war, planten die WKV-Narren kurzerhand um, beschränkten sich auf ihren Umzug durchs Dorf und bereiteten sich danach um so gründlicher auf die Abendveranstaltung in der Kulturbaracke vor.

Laage

In Laage selbst blieb bis zum Countdown offen, ob denn schon am 11.11. alles „Anders“ werden würde. Ja und nein. Denn obwohl noch gar nicht im Amt – was es an einem 11.11. in Laage noch nie gab – öffnete der frisch vereidigte Holger Anders tatsächlich höchstselbst das Rathaus für den Sturm der Narren und gab den Stadtvertretersaal frei für Konfetti und Papierschlagen. Weil Anders aber erst am 27. November seinen Dienst offiziell antritt, leistete ihm Marion Hünecke kraft ihres Amtes als 2. Stadträtin, die erforderliche Amtshilfe. Lawena-Chef Thomas Suhr war’s egal, von wem er den magischen Schlüssel ausgehändigt bekommt. „Wir übernehmen für ein halbes Jahr, das macht Sinn“, sagte der Präsident des Carnevalclubs Laage „Lawena“ (CCL). Schließlich sei der neue, künftige Rathauschef noch sehr unerfahren und könne so jede Hilfe gut gebrauchen. Und schwups war der den Schlüssel schon wieder los, bevor er ihn überhaupt schon mal gehabt hätte.

Krakow am See

Die Turnhalle der Krakower Schule bebte, als KKC-Präsident Jens Deitemeyer die Auftaktveranstaltung des Krakower Karnevalclubs eröffnete. Angeführt von Prinzessin Isabelle und Prinz Marco marschierten die Narren ein. Von Tanz zu Tanz stieg die Stimmung. Ein Novum: Endlich hat es der KKC geschafft, die lange geplante Anschaffung eines Tanzbodens zu realisieren. Da flogen die Beine von Prinzengarde, Minis, Teenies und den anderen Tanzgruppen gleich noch einmal so hoch. Auch das gehört zum Krakower Karneval: Nach durchfeierter Nacht trafen sich die Mitglieder des Krakower Karnevalsclubs um 10 Uhr in der Turnhalle, um die Folgen der Fete zu beseitigen. Denn ab heute heißt es in der Halle wieder „Sport frei!“ statt „Krakow helau!“.

Der Radener Carnevalclub blieb am 11.11. mit seiner Feier unter sich. Erst Ende Januar beginnen die öffentlichen Feten des RCC.

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