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Güstrower Anzeiger

26. September 2017 | 16:43 Uhr

Kita Kobrow : Ein Hahn im Spatzenhaus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kindertagesstätte in Kobrow hat nach unruhigen Zeiten einen neuen Leiter.

von
erstellt am 19.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Verstärkung in der Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Kobrow: André Kanzler (39) trat zu Beginn des Monats seinen Job als Leiter der Kita an. Damit ist die Riege wieder komplett. Sieben Mitarbeiter und zwei technische Kräfte kümmern sich in der Kindereinrichtung in Trägerschaft der Gemeinde Wardow um aktuell 18 Krippenkinder und 30 Mädchen und Jungen im Kindergartenalter.

„Sechs Kinder kommen im September in die Schule. Die Plätze sind aber alle schon wieder besetzt“, berichtet André Kanzler und wertet die Situation als positiv für die kleine Tagesstätte. Acht bis zwölf Wochen will er sich Zeit lassen, um die Rahmenbedingungen kennen zu lernen, sich einzuarbeiten und dann zu sehen, was sich ändern könnte, was sich ändern müsste. „Dabei ist Kommunikation für mich das Wichtigste“, betont der 39-Jährige. In einem so überschaubaren Team gehe das ohnehin nicht anders. Die meisten Kolleginnen seien schon viele Jahre in der Kita. Ina Thode bringt es bereits auf 38 Jahre. „Sie hat in unruhigen Zeiten sehr gute Arbeit geleistet“, betont Bürgermeister Günter Schink, der jetzt den neuen Kita-Leiter ganz offiziell begrüßte und die Gelegenheit nutzte, sich bei Ina Thode zu bedanken. Sie habe „den Laden in schwerer Zeit zusammengehalten“.

Wie Ina Thode, die in einer Druckerei gelernt hatte und dann eine Ausbildung zur Krippenerzieherin absolvierte, ist auch André Kanzler – übrigens verheiratet, ein Kind – ein Quereinsteiger. Er ist in Rostock großgeworden und hat Bürokaufmann gelernt. Es folgten zwölf Jahre bei der Bundeswehr und die Entscheidung für eine Ausbildung zum Erzieher. „Ich wollte etwas mit Menschen machen“, erklärt er und fügt hinzu: „Auf keinen Fall mit sechs Bürokaufleuten in einem Büro sitzen.“ Seit 2013 ist André Kanler Erzieher. Dass der Erzieherberuf noch etwas ungewöhnlich ist, weiß er wohl. Vorurteile seien ihm bisher ebenso begegnet wie auch Wertschätzung. „Ich denke, es tut den Kindern gut, einen Mann in der Einrichtung zu haben“, sagt der 39-Jährige, der jetzt vom Hort der Grundschule in Cammin nach Kobrow wechselte. Er sieht es als Herausforderung. Die kleine Kindertagesstätte habe ihren Charme. Jeder kennt jeden. Das würden auch die Eltern schätzen. Mit 48 Kindern sei man ausgelastet. Erst im vergangenen Herbst war der Hort aufgegeben worden, um Platz für mehr Kinder im Alter bis zu drei Jahren zu schaffen. In diesem Jahr soll noch der große Gruppenraum renoviert werden, berichtet der Sanitzer und hofft, dass auch in den folgenden Jahren jeweils ein weiterer Gruppenraum auf Vordermann gebracht werden kann.

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