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Ulrich-Monument im Güstrower Dom : Ein großer Tag für die Domgemeinde

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Mit einer Vortragsveranstaltung sowie einem Festgottesdienst feierte die Domgemeinde Güstrow am Wochenende den Abschluss der Restaurierungsarbeiten am großen Ulrich-Epitaph im Altarraum des Domes.

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erstellt am 22.Jan.2012 | 09:55 Uhr

Güstrow | Mit einer Vortragsveranstaltung sowie einem Festgottesdienst feierte die Domgemeinde Güstrow am Wochenende den Abschluss der Restaurierungsarbeiten am großen Ulrich-Epitaph im Altarraum des Domes. Das Großprojekt nahm mehr als zwei Jahre in Anspruch. Investitionen in Höhe von knapp 800 000 Euro waren notwendig, um das im 16. Jahrhundert von dem niederländischen Schlossbaumeister und Bildhauer Philipp Brandin geschaffene Kunstwerk wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das Epitaph für den mecklenburgischen Herzog Ulrich und seine beiden Frauen zählt zu den größten heute noch in seiner ursprünglichen Gestaltung erhaltenen Wandbildwerken der Renaissance aus Naturstein.

Hunderte Besucher strömten Sonnabend in den Dom und bewunderten andächtig das frisch restaurierte Monument des Herzogs Ulrich. Auch Donata Herzogin zu Mecklenburg, Familienoberhaupt im Großherzoglichen Haus von Mecklenburg-Schwerin, ließ es sich nicht nehmen, ihrem Vorfahren Ulrich die Ehre zu erweisen. Die Nordhalle des Domes platzte bei der Vortragsveranstaltung aus allen Nähten. "Ich habe die Winterkirche noch nie so voll erlebte", staunte Dompropst Christoph Helwig und freute sich über das große Interesse. Neben historischen Vorträgen stand in den Redebeiträgen vor allem auch die Restaurierungsphase des Ulrich-Epitaphs sowie des gesamten Domes im Mittelpunkt. Dabei spielte die Epoche der Renaissance eine zentrale Rolle, denn Herzog Ulrich hatte den Dom in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Hofkirche neu gestaltet und im Sinne der neuen geistigen Welt der Reformation und der Renaissance entscheidend geprägt.

Einen "großen Tag für die Domgemeinde", nannte Helwig den Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Epitaph. Lange habe man auf diesen Tag gewartet. Ulrich, Elisabeth und Anna hätten nun endlich wieder ihren Platz in diesem wundervollen Kunstwerk gefunden, so der Dompropst. Das mehr als 60 Quadratmeter große Monument musste während der Arbeiten in seine Einzelteile zerlegt werden. "Oft habe ich gezweifelt, ob wir die Tausenden von Einzelstücken auch wieder zusammenkriegen", sagte Helwig.

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