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Jahn-Stadion Güstrow : Ein großer Schritt für den GSC

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fünf Fachausschüsse stimmen bei Sondersitzung Entwicklungskonzept für Jahn-Stadion zu und ebnen Weg für 1. Bauabschnitt.

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erstellt am 18.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Grünes Licht für den Güstrower Sport Club: Mit überwältigender Mehrheit und ohne eine einzige Gegenstimme haben fünf Fachausschüsse der Stadt bei einer Sondersitzung am Montagabend für das vom GSC vorgelegte Entwicklungskonzept „Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion 2025“ gestimmt. Damit scheint einer endgültigen Zustimmung für das rund 2,6 Millionen Euro teure Großprojekt auf der Stadtvertretersitzung am 27. Juli nichts mehr im Wege zu stehen. Die Ausschussmitglieder stimmten sogar einer Beschlussvorlage für einen Investitionskostenzuschuss für den 1. Bauabschnitt zu, die noch gar nicht in schriftlicher Form vorlag. Der GSC-Vorsitzende Torsten Renz erläuterte die Vorstellungen des größten Güstrower Sportvereins im Jahn-Stadion mündlich.

Renz hatte im Vorfeld in Gesprächen mit Bürgermeister Arne Schuldt den geplanten 1. Bauabschnitt abgespeckt, um den notwendigen Zuschuss der Stadt zu minimieren, aber gleichzeitig die maximale Förderung durch den Landessportbund MV bekommen zu können. So soll der 1. Bauabschnitt, mit dem der GSC 2018 beginnen will, nicht mehr 1,12 Millionen Euro, sondern nur noch bis zu 900 000 Euro kosten. Renz geht von einer Förderung durch den LSB von 375 000 Euro aus. „Das muss der LSB aber erst noch beschließen“, so der GSC-Vorsitzende.

Knackpunkt sind die Eigenmittel des Vereins. „Nur mit großen Schmerzen wären 30 000 Euro von uns leistbar“, sagte Renz. Der Bürgermeister hatte ursprünglich gefordert, dass der Verein zehn Prozent der Gesamtsumme trägt. „Das ist aus unserer Sicht überhaupt nicht möglich“, so Torsten Renz. Als Investitionskostenzuschuss müsste die Stadt Güstrow also rund eine halbe Million Euro für den 1. Bauabschnitt besteuern.

Beim 1. Bauabschnitt soll der Hauptplatz im Jahn-Stadion um 20 Meter verschoben werden, um Platz für ein weiteres Spielfeld zwischen Kunstrasen- und Hauptplatz zu schaffen. „Die ursprünglich geplante komplette Sanierung des Hauptplatzes ist rausgeflogen“, erklärt Renz. Zudem sollen neue Umkleide- und Sanitärkapazitäten geschaffen werden. Diese sollen in Containerbauweise direkt neben dem GSC-Vereinsgebäude im Jahn-Stadion entstehen. „Das ist zunächst das wichtigste“, sagt Renz. Die Förderung und Finanzierung für die weiteren drei geplanten Bauabschnitte steht noch in den Sternen.

Stadtvertreter Hans-Georg Kleinschmidt (SPD-Fraktion) brachte die Zustimmung der Ausschussmitglieder für das Entwicklungskonzept für das Jahn-Stadion auf den Punkt: „Wir verbessern damit die Standortqualität der Sportstätten in unserer Stadt.“ Es handele sich um eine „zielführende Investition“, auch wenn sie hoch sei. Und Lothar Fila (Freie Wähler/Einzelbewerber) ergänzte: „Es geht um die Entwicklung eines für die Stadt wichtigen Areals.“ Gerd-Peter Bartsch (CDU) rechnete den Ausschussmitgliedern hingegen vor, welche weiteren Investitionen die Stadtvertretung bereits beschlossen habe. „Erlebnisbüdnerei im Wildpark, Müntzerschule, Schöninsel-Brücke, Marktsanierung und vieles mehr“, so Bartsch. „Es ist damit zu rechnen, dass die eine oder andere bereits beschlossene Maßnahme nach hinten verschoben werden muss.“

Hintergrund für die Erweiterung und Sanierung des Jahn-Stadions ist die geplante Aufgabe des Sportplatzes am Fischerweg durch den GSC. Hier will die Stadt Eigenheime errichten. Das mache einen Ausbau des Stadions und eine Konzentration des Ballsports in der Speicherstraße und Borwinseck notwendig, so der GSC.  

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