Hubertusmesse : Ein ganzes Dorf feiert Hubertus

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Hegering Weitendorf lud zur Hubertusmesse in Hohen Sprenz ein / Unterstützung von Vereinen und Institutionen

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03. November 2014, 04:00 Uhr

Weit geöffnet ist die Kirchentür und das bleibt sie auch während der Hubertusmesse am Sonnabend in Hohen Sprenz. Die offene Tür darf als Willkommen verstanden werden und hat gleichzeitig einen praktischen Nutzen, weht doch so ein bisschen laue Herbstluft in den Raum, in dem es deutlich kälter ist als draußen. Nach draußen dringt so auch der Klang der Jagdhornbläser. Der Hegering Weitendorf lud am Sonnabend zur Hubertusmesse ein und fand dabei, wie in Hohen Sprenz üblich, die Unterstützung von Vereinen und Institutionen in der Gemeinde.

Wohl mehr als 120 Frauen, Männer und Kinder lauschten der Predigt von Pastorin Anne-Barbara Kretschmann, die einen Bogen schlug vom Jagdmann Hubertus, der später Bischof von Lüttich wurde und als Schutzpatron der Jäger gilt, bis zur Mutter Erde, die der Mensch, jedes Tier und jede Pflanze zum Leben brauchen, für die jeder Verantwortung trägt. Sie forderte mehr Achtung vor der Natur und gestand den Weidmännern zu, dass sie sicher ein besonderes Gespür für die Natur haben.


Schöne Verbindung von Kirche und Dorf


Der Chor der Kirchengemeinde Hohen Sprenz/Kritzkow und die Jagdhornbläser Sabel gestalteten die Messe musikalisch. „Ohne die Jagdhornbläser wäre eine Hubertusmesse undenkbar“, sagt Nils Kempcke, Leiter des Hegeringes. Gern nutzte er die Veranstaltung um den Bläsern eine Spende der Jäger für ein neues Horn zu übergeben. Kaum war der letzte Ton verklungen, strömten die Menschen auf den Pfarrhof. Dort hatten weitere Helfer der Hubertusmesse alle Hände voll zu tun. Die Kameraden der Feuerwehr hatten bereits ein Lagerfeuer entzündet, die Mitglieder des Kirchen-Fördervereins ein Schwein am Spieß gegart und Mitglieder der Kirchengemeinde Kuchen gebacken. Auch der Sportverein sorgte mit für das leibliche Wohl der Gäste. „Natürlich helfen wir. Bei unseren Veranstaltungen helfen die anderen auch“, sagt Karsten Melle vom Kirchen-Förderverein, der den Erlös des Festes einstreicht und für Restaurierungsarbeiten an der Kirche einsetzen wird.


Für Jäger ist der Herbst Erntezeit


„Dieses Fest schafft eine schöne Verbindung zwischen Kirche und Dorf“, meint Regina Bock aus Krakow am See. „Es helfen so viele mit, all das aus freien Stücken“, fügt Bernarda Klostermann aus Sabel hinzu und lobt die Gemeinschaft und die angenehme Atmosphäre des Festes. Ein bisschen plaudern wollte auch Rudi Skerra aus Hohen Sprenz. Und er wolle die Gelegenheit zum Fachsimpeln unter Jägern nutzen.

„So soll es sein“, sagt Nils Kempcke, der den Hegering Weitendorf mit 35 Mitgliedern leitet. „Wo Wild ist, gibt es auch Wildschaden“, sagt der Weidmann und ist froh, dass es in diesem Jahr keinen Fall für die Wildschadenausgleichskasse im 6000 Hektar großen Terrain des Hegeringes Weitendorf gegeben habe. Nach dem Ende der Bockjagden würde es jetzt bis Weihnachten den Wildschweinen an den Kragen gehen. „Wir können die Wildschweine nicht abschaffen“, betont der Weidmann. Die Jäger würden tun, was sie können. Viel mehr Sorgen bereitet Nils Kempcke die Afrikanische Schweinepest. Jeder sei zur Vorsicht aufgerufen. „Hoffentlich kriegen wir sie hier nicht“, sagt der Weidmann.

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