Wildpark Güstrow : Ein Floß geplant, aber einen Spielplatz gebaut

Zur Einweihung des Spielplatzes hatten die Asylbewerber ihre Familien mitgebracht.
Zur Einweihung des Spielplatzes hatten die Asylbewerber ihre Familien mitgebracht.

Asylbewerber beendeten gestern im Wildpark ein Kleinprojekt des Bilse-Instituts Güstrow

svz.de von
23. September 2015, 06:00 Uhr

Eigentlich sollte von Bewohnern der drei Güstrower Flüchtlingsheimen ein Floß gebaut werden. Der Bildungsträger Bilse hatte dazu ein Kleinprojekt beim Sozialministerium beantragt. „Aber dann stellte sich heraus, dass wir mit dem Holzkünstler Mirko Quade einen kompetenten Mann im Team hatten, Holz war ebenfalls vorhanden und es eröffnete sich uns die Chance, etwas Nachhaltiges zu schaffen“, erläutert Bilse-Mitarbeiterin Andrea Buchholz. Also wurde der Plan in einen kleinen Spielplatz mit Holzumrandung, Figuren, einem Floß und Bänken geändert.

Zwischen April und August trafen sich 12 bis 15 Leute aus Russland, der Ukraine, Serbien und aus afrikanischen Ländern, um unter Quades Anleitung freiwillig zu arbeiten. Gestern wurde der Spielplatz am Agendazentrum „Wiesenwelten“ im Güstrower Wildpark übergeben. „Das Agendazentrum wird von Familien sehr gut angenommen und ein zweiter Spielplatz passt ideal hierher“, freute sich Wildpark-Chef Klaus Tuscher und spendierte den Familien der am Projekt beteiligten Flüchtlingen bereitwillig Jahreskarten.

Heidrun Kiel, Leiterin der Asylbewerberheime in der Barlachstadt, zählte das Bilse-Institut zu einem Netzwerk, das inzwischen in Güstrow aufgebaut wurde, um den Flüchtlingen das Leben zu erleichtern. „Gerade diese kleinen Projekte, die logistisch leicht zu beherrschen sind, helfen effektiv, die Menschen sinnvoll zu beschäftigen, wenn sie auf eine Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten“, sagte sie. Außerdem hatten die Flüchtlinge so Gelegenheit, mit den Besuchern des Wildparks ins Gespräch zu kommen. „Und das klappte sehr gut“, bestätigte Andrea Buchholz.

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