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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 09:24 Uhr

Güstrow : „Ein feste Burg ist unser Gott“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Pfarrkirche lud gestern Region zum Festgottesdienst – Spurensuche zu Luther geht weiter.

Es war ein Festgottesdienst mit Bläsern, Chor und Orgelmusik, der in der vollbesetzten Pfarrkirche in Güstrow am gestrigen Reformationstag gefeiert wurde. „Unsere Bücher reichen nicht – das ist doch ein gutes Zeichen“, sagte Pastor Mitchell Grell, der die Predigt übernahm.

„Ein feste Burg ist unser Gott“ – so schallte es durch die Kirche gleich zu Beginn. Ein Stück einer wichtigen Kantate von Johann Sebastian Bach, die auf dem bekannten Choral von Martin Luther basiert. Was ist alles in 500 Jahren geschehen? Diese Frage stellte Mitchell Grell und sprach von zahlreichen Ereignissen, die zu diesem besonderen Jubiläum der Reformation gestaltet und veranstaltet wurden. Doch legte er den Schwerpunkt darauf, dass es viel wichtiger sei, zu schauen, was bleibe. „Die Liebe Gottes in Jesus Christus und der Glaube, den die Botschaft hervorbringt, werden bleiben“, stellte er klar.

Für die Gottesdienstbesucher bleibt wahrscheinlich auch der Klang der Musik länger in Erinnerung. Die Kirchenmusiker der Gemeinden hatten diesen Gottesdienst mit vorbereitet und brachten sich ein. An der Orgel spielte Alexander Moseler aus Schwaan, den Chor, der aus Sängern verschiedener Sangesformationen aus Güstrow, Bützow und Lohmen bestand, leitete Ute Kubeler aus Bützow und die Bläser wurden von Kantor Martin Ohse dirigiert. Da gleich zwei ökumenische Chöre mitwirkten, ist schon von einer Besonderheit zu sprechen. „Wir sind eine Region und da bietet es sich an, Kräfte zu bündeln“, erklärt Ute Kubeler, die in Bützow einen ökumenischen Chor leitet und mit diesem bereits im September die Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ aufgeführt hatte.

Ein weiterer ökumenischer Chor besteht aus Sängern der Katholischen Gemeinde und aus Lohmen – auch sie zeigten, dass Musik Grenzen überwindet. „Es war auch für uns interessant, die Reformation aus Sicht der evangelischen Kirche zu sehen“, sagt Leiterin Dorothea Axtmann.

Pastor Grell freut sich über die ökumenische Arbeit. „Es ist schön, wenn alle zusammen kommen und es nicht auseinander geht“, sagte er. Der Pastor der Pfarrgemeinde hatte sich schon rechtzeitig mit der Reformation und Martin Luther beschäftigt und in den vergangenen Monaten Gesprächsrunden dazu angeboten. „Die Teilnehmer wollen, dass es weitergeht“, sagt er. Darum will er auf jeden Fall seine „Spurensuche“ noch bis Ende des Jahres fortführen.


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