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Güstrower Anzeiger

12. Dezember 2017 | 19:15 Uhr

20 Fragen an… : Ein echt Krakower Jung’

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Erich Blumenthal. Der ehemalige Lehrer mischt seit Jahrzehnten in der Krakower Stadtpolitik mit.

Ein echter Krakower Jung’ ist Erich Blumenthal. Vor 79 Jahren im Luftkurort geboren, machte er nach dem Schulabschluss der 8. Klasse eine Zimmererlehre in der Firma Walter Murr in seinem Heimatort. Nach zwei Jahren Wehrdienst in der NVA war er bei der PGH „Neuer Weg“ als Zimmerer tätig, bevor er 1959 ein Lehrerstudium am Pädagogischen Institut in Güstrow begann. Seit 1964 war Erich Blumenthal dann bis zum Renteneintritt 2001 Lehrer in Krakow am See und in Güstrow. Drei Kinder, neun Enkel und vier Urenkel gehören zur Familie, die er 1960 mit seiner Frau Elke gegründet hat. 32 Jahre lang hatte er bis 2006 als Stadtvertreter kommunalpolitisch im Luftkurort mitgewirkt. Aktuell arbeitet er aktiv im Seniorenbeirat sowie im Vorstand des Lebenshilfevereins mit.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Boot auf dem Krakower See kann ich richtig entspannen.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde verstärkt das persönliche Gespräch mit den Bürgern suchen und mehr Bürgerversammlungen durchführen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Zu Hause auf unserem Grundstück, denn da gibt es immer etwas zu tun.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Bei der Kartoffelernte.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für ein gebrauchtes Fahrrad.
Was würden Sie gerne können?
Ein Musikinstrument spielen.
Was stört Sie an anderen?
Mich stören Leute, die immer genau wissen wollen, was alles besser zu machen ist, aber nicht bereit sind, sich auch persönlich einzubringen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Nach einer Augen-Operation muss ich keine Brille mehr tragen. Als eine Enkeltochter mich so ohne Brille sah, sagte sie: „Opa, ohne Brille siehst Du richtig doof aus.“
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Obwohl ich es nicht darf, kürzlich bei einer Fußballübertragung eine ganze Schachtel Pralinen geleert. Was mein Hausarzt da wohl sagen wird?
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Meine Mutter. Sie hat nach dem Krieg ohne Mann, der bis 1947 in Gefangenschaft war, dafür gesorgt, dass mein kleiner Bruder und ich etwas zu essen bekamen. Dafür musste sie gemeinsam mit anderen Frauen jeden Tag früh morgens zu Fuß nach Dobbin und Linstow zum Melken gehen, um am Abend mit einer kleinen Kanne Milch zu meinen Großeltern nach Hause zu kommen. Und obwohl wir selbst nicht viel hatten, hat sie eine Flüchtlingsfrau mit ihrer kleinen Tochter Melitta bei uns aufgenommen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Hiobs Brüder“ von Rebecca Gablé.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die NDR-Nachrichten „Unser Land in 30 Minuten“ und den Wetterbericht.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beim Seniorenfasching. Der KKC bietet jedes Jahr ein tolles Programm, danke!
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Sahra Wagenknecht.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Meine Frau kocht, und das sehr gut. Vorwiegend deutsche Gerichte. Wir gehen aber gerne mal chinesisch essen.
Mit welchem Lied verbindenSie Ihre schönste Erinnerung?
„Wenn bei Capri die rote Sonne…“ An einem Tanzabend im Seehotel habe ich meine Frau kennengelernt und zu diesem Lied das erste Mal mit ihr getanzt.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Als Zehnjähriger bekam ich zu Weihnachten einen Pikschlitten, auf Platt Peikschläden, den mein Vater gebaut hatte. Damit konnte man auf dem zugefrorenen See fahren. Man stellte sich auf den Schlitten und stieß sich mit einer Stange mit Metallspitze, Pike, ab. Bei Wettfahrten mit meinen Freunden wurden hohe Geschwindigkeiten erreicht, aber es gab auch manchen Sturz.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Noch einmal eine Kreuzfahrt.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Den größten Teil meiner Freizeit gestalte ich gemeinsam mit meiner Frau. Gerne fahre ich zum Angeln auf den Krakower See oder die Ostsee. Auch Familien- oder Angelurlaub in Norwegen ist immer ein Erlebnis.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Reinald Schwab. Er führt einen sehr familienfreundlichen Betrieb mit über 50 Beschäftigten aus unserer Region, darunter über 30 Frauen.












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